Unterhalt und Beurkundungen

Unterhalt, Beurkundungen, Amtsvormundschaft, Vaterschaftsanerkennung, Sorgeerklärung, Unterhalt, Beistandschaft, Bundeselterngeld

Amtsvormundschaft / -pflegschaft für Kinder und Jugendliche

Eine Amtsvormundschaft / Pflegschaft wird vom Jugendamt ausgeübt und tritt ein, wenn Kinder und Jugendliche keine Eltern mehr haben oder die Eltern aus bestimmten Gründen ihre Aufgabe und Verantwortung für das Kind oder den Jugendlichen nicht mehr wahrnehmen können.

Aufgaben und Wirkungskreis:

Der Amtsvormund ist für alle Entscheidungen, die das Leben betreffen, verantwortlich. Er ist der gesetzliche Vertreter und hat die gleichen Rechte, Pflichten und Aufgaben wie die Eltern.

Bei Problemen und Anliegen, die wichtig sind, ist der Vormund / Pfleger ein Ansprechpartner. Bei wichtigen Dingen braucht das Kind / der Jugendliche in der Regel die Zustimmung des Vormunds.

Das heißt:

  • Er vertritt Kindes- und Jugendlichenbelange gegenüber anderen Institutionen / Leistungsträgern.
  • Er trifft wichtige Entscheidungen, wie bsw. Schule und Ausbildung oder zur Absicherung notwendiger medizinischer Entscheidungen.
  • Er berät das Kind / den Jugendlichen in allen wichtigen Fragen und Angelegenheiten des täglichen Lebens.
  • Er hilft bei Problemen und regelt behördliche Angelegenheiten im Rahmen der Personen- und Vermögenssorge.

Die gesetzliche Amtsvormundschaft für Kinder minderjähriger Mütter

Eine Amtsvormundschaft für Kinder minderjähriger Mütter tritt Kraft Gesetzes ein und wird vom Jugendamt ausgeübt. Grund dafür ist das Ruhen der elterlichen Sorge infolge der Minderjährigkeit der leiblichen Mutter. Eine minderjährige Mutter ist noch nicht voll geschäftsfähig und kann somit die gesetzliche Verantwortung für das Kind noch nicht voll ausüben.

Gemeinsame Ausübung der Personensorge für das Kind

Die Personensorge für das Kind übt die Mutter gemeinsam mit dem Amtsvormund aus. Dabei hat sie in der Regel unmittelbare Betreuungspflichten inne. Die Mutter hat demnach das Recht und die Pflicht das Kind zu pflegen, zu erziehen und zu beaufsichtigen.

Der Amtsvormund ist für Fragen der gesetzlichen Vertretung zuständig. Dabei ist dieser ausschließlich für das Kind tätig. Jedoch wird die minderjährige Mutter an allen Entscheidungen beteiligt.

Der Amtsvormund ist in der Funktion des gesetzlichen Vertreters tätig. Er ist ein zusätzlicher Ansprechpartner und Begleiter für die Mutter und das Kind. Bei Fragen und Problemen berät und unterstützt er.

Vaterschaftsanerkennung / Sorgeerklärung / Unterhalt und Beistandschaft

Vaterschaftsanerkennungen

Beratung zu Vaterschaftsfeststellung und Vaterschaftsanerkennung,

Beurkundung von Vaterschaftsanerkennungen und notwendiger Zustimmungen vor oder nach der Geburt des Kindes

Benötigte Unterlagen:

  • Gültiger Personalausweis bzw. Pass der Eltern
  • Mutterpass oder Geburtsurkunde des Kindes
  • Geburtsurkunde des Vaters und der Mutter

Sorgeerklärungen (Gemeinsames Sorgerecht der Eltern)

  • Beratung zur Abgabe der Sorgeerklärung
  • Beurkundung der Sorgeerklärung

Benötigte Unterlagen:

  • Gültiger Personalausweis bzw. Pass der Eltern
  • Geburtsurkunde des Kindes und der Eltern
  • Vaterschaftsanerkennung

Unterhalt

Beratung und Unterstützung bei der Regelung von Unterhaltsfragen, Beurkundung von Unterhaltsverpflichtungen und Unterhaltsabänderungen

Benötigte Unterlagen:

  • Gültiger Personalausweis bzw. Pass
  • Vaterschaftsanerkennungsurkunde
  • Scheidungsurteil
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Vorhandene Unterhaltstitel
  • Nachweis aller Unterhaltsverpflichtungen

Beistandschaften

Beratung und Unterstützung der Mutter nach der Geburt eines Kindes, dessen Eltern nicht miteinander verheiratet sind:

  • bei der Vaterschaftsfeststellung
  • Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen des Kindes

Beratung und Unterstützung Alleinsorgeberechtigter der tatsächlich allein für ein Kind sorgender Elternteile bei der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen des Kindes.

Benötigte Unterlagen:

  • Gültiger Personalausweis bzw. Pass der Eltern
  • Abstammungsnachweis des Kindes
  • Bereits vorhandene Unterhaltstitel
  • Sorgerechtsentscheidungen
  • Einkommensnachweise
  • Nachweise weiterer Unterhaltsverpflichtungen

Unterhaltsvorschuss

Voraussetzungen für den Anspruch auf Unterhaltsleistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz in der gültigen Fassung ab dem 01.01.2008:

Anspruchsberechtigt sind:

  • Kinder, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
  • bei einem seiner Elternteile lebt, der ledig, geschieden, verwitwet oder dauernd getrennt lebend ist und
  • nicht oder nicht regelmäßig Barunterhalt vom anderen Elternteil erhält.

Der Unterhaltsvorschuss wird längstens 72 Monate oder bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres des Kindes gewährt, solange die o. g. Anspruchsvoraussetzungen unverändert vorliegen.

Die Höhe der Unterhaltsleistung beträgt für:

  • Kinder von 0 bis 6 Jahren: 133 €
  • Kinder von 6 bis 12 Jahren: 180 €

Die Bearbeitung der Anträge erfordert eine persönliche Vorsprache des / der Antragsteller/ -in und die Vorlage folgender Unterlagen:

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Personalausweis oder Reisepass
  • ggf. Vaterschaftsanerkennungsurkunde
  • ggf. amtliche Festlegung über die Höhe der Unterhaltsverpflichtung (Unterhaltstitel)

 

Bundeselterngeld

Für die Bearbeitung der Anträge auf Leistungen nach dem Bundeselterngeld und Elternzeitgesetz seit 01.01.2007 sind

Ihre Ansprechpartner:

Frau Balmer
Telefon: 03601/802278

Frau Maaß
Telefon: 03601/802281



Die Antragsannahme ist auch über den Bürgerservice des Landratsamtes vermittelbar.

Den Antrag für Bundeselterngeld erhalten Sie in den Entbindungseinrichtungen in Mühlhausen und Bad Langensalza.

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