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Probennahme - Wildtiermonitoring 2017

Mitteilung des Fachdienstes Veterinär- und Lebensmittelüberwachung an die Jagdausübungsberechtigten im Unstrut-Hainich-Kreis

Auf der Grundlage des Erlasses des Thüringer Landesamtes für Verbraucherschutz über die im Jahr 2017 durchzuführenden regelmäßigen Probennahmen vom 11.01.2017 sind aus dem Unstrut-Hainich-Kreis folgende Proben einzusenden:
Schwarzwildmonitoring

Einzusendende Proben: 51 Blutproben einschl. Organeinsendungen

Verstärkt ist Schwarzwild (Blutproben, Organe) an größeren Bundesstraßen mit hohem Anteil an Transitverkehr (B 247 B 249, Autobahnzubringer) zur Beprobung vorzusehen.


Auffällige, erkrankte und verendete Wildschweine sind unbedingt in die Probennahme einzubeziehen. Im Bedarfsfall kann ein Sektionsfahrzeug über das Veterinäramt angefordert werden.

Auf dem Untersuchungsauftrag sind Klassische Schweinepest (KSP), Afrikanische Schweinepest (ASP) und Aujeszkysche Krankheit (AK) anzukreuzen.

Die Angabe der WUS-Nr. und des Jagdgebietes sind zwingend erforderlich.

Aufwandsentschädigung:

  • 8,00 € /Blutprobe gemäß der festgelegten Anzahl
  • 50,00 € /Stück Fallwild

 

 

Wildvogelmontoring

aktiv

Einzusendende Proben: 3 Tierkörper pro Landkreis September-Dezember

Vorrangig sind Gänsevögel wie Gänse, Enten und Schwäne zu beproben.

Alternativ kann frisch abgesetzter Kot von den übrigen Wildvogelarten entnommen werden. Der Anteil von Kotproben darf 50% der Gesamtprobenzahl (3) nicht überschreiten.

 

passiv

Einzusendende Proben: 3 Tierkörper von verendeten oder krankheitsverdächtigen Tieren

Bevorzugt sollten hierbei Tiere aus dem Wasservogel- und Greifvogelspektrum beprobt werden.

Aufwandsentschädigung: 5,00 € pro Tierkörper/Kombitupfer gemäß der festgelegten Anzahl

 

Wir weisen darauf hin, dass gemäß § 54 der Geflügelpestverordnung Jagdausübungs-berechtigte verpflichtet sind nach Anweisung der zuständigen Behörde Proben bei Wildvögeln zum Schutz und der Früherkennung der Geflügelpest zu entnehmen.

 

Tollwut

Einzusendende Proben:

kranke, verhaltensgestörte oder anderweitig auffällige Füchse, Marder, Marderhunde, Waschbären, und Dachse bzw. verendete Tiere der vorgenannten Arten sowie verendete Fledermäuse

Einzusetzende Tierkörper pro Halbjahr: 40

Wiesel und Baummarder sind ganzjährig geschützt. Dachse sind ausschließlich im 2. Halbjahr zu bejagen. Marderhunde sind so viele wie möglich zu bejagen. Fallwild ist ganzjährig einzusenden.

Auf dem Untersuchungsauftrag sind das Jagdgebiet und die Art der Auffälligkeit bzw. Krankheitssymptome zu vermerken.

Aufwandsentschädigung: 5,00 € pro Kontrolltier gemäß der festgelegten Anzahl für untersuchungswürdige Tiere

Hinweise:

Bei den gültigen Jagdzeiten ist zu beachten, dass die Jagd durch § 22 Abs. 4 BJagdG (Jagd auf Elterntiere während der Setz- und Brutzeiten) eingeschränkt ist.

Die Proben können beim Bürgerservice des Landratsamtes in Mühlhausen oder direkt im Untersuchungsamt (TLV), Tennstedter Str. 8/9 in Bad Langensalza abgegeben werden.

Probenröhrchen und Probenbegleitscheine gibt es beim Bürgerservice des Landratsamtes oder beim Veterinäramt, Mühlhäuser Weg 139 in Felchta.

Aufwandsentschädigung

Jäger, die noch keine Aufwandsentschädigung im Rahmen des Wildtiermonitorings erhalten haben und demzufolge noch keine Konto-Daten vorliegen, müssen diese beim

Veterinäramt melden.

 

Arbeitsschutz
Beim Umgang mit Wildvögeln sollte ein dicht anliegender Mund-Nasen-Schutz sowie medizinische Einmalhandschuhe getragen werden. Anschließend sind die Hände mit einem viruzid wirkenden Desinfektionsmittel zu behandeln.

 

Information

Staupe
Seit längerem gibt es positive Staupe-Befunde bei Mardern, Waschbären und Füchsen im Unstrut-Hainich-Kreis. Aktuell gibt es ein gehäuftes Auftreten von Staupe bei Waschbären in den Randlagen der Stadt Mühlhausen. Wir empfehlen dringend den Schutz der Hunde vor einer Staupeinfektion mit einer wirksamen Schutzimpfung.

 

Geflügelpest (Aviäre Influenza)
Seit Herbst 2016 haben wir in Europa ein Geflügelpestgeschehen mit zurzeit über 680 Ausbrüchen in Deutschland. Im Zuge der aktuellen Fälle von Geflügelpest durch das hochpathogen Influenza-Virus vom Typ H5N8 wurde in der letzten Zeit die Rolle der Wildvögel bei der Verbreitung dieser Tierseuche diskutiert und die Geflügelindustrie als weitere denkbare Ursache benannt. Das Friedrich-Loeffler-Institut stellt nunmehr klar, dass die Verbreitung des aktuell zirkulierenden Virus durch Zugvögel auf Grund geographischer, zeitlicher und molekularbiologischer Analyse die wahrscheinlichste Eintragsursache ist. Dies zeigen auch die Ausbruchszahlen. So sind von aktuell 687 Ausbrüchen, 635 bei Wildtieren und nur 52 bei gehaltenem Geflügel. Zudem stellen wir in letzter Zeit fest, dass die betroffenen Tiere, heimische Tierarten wie Enten, Greifvögel, Tauben usw. sind. Somit übersteigt das aktuelle Seuchengeschehen das Geflügelpestgeschehen von vor zwei Jahren weit. Ein Ende des aktuellen Geflügelpestgeschehens ist zurzeit noch nicht in Sicht.

 

Dr. Gärtner
Amtstierarzt

 

Öffnungszeiten Bürgerservice Mühlhausen, Brunnenstr. 97:

Montag: 08:00 - 12.00 Uhr
Dienstag: 08:00 - 18.00 Uhr

Mittwoch: 08:00 - 12.00 Uhr

Donnerstag: 08:00 - 18.00 Uhr

Freitag: 08:00 - 12.00 Uhr

jeden 1. Samstag
im Monat:
09:00 - 11.30 Uhr

 

 

 

 

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