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Fracking-Stopp muss generell durchgesetzt werden

Auch wenn der kanadische Bergbaukonzern BNK am 28. Januar 2013 erklärte, seine Absichten zur Erdgassuche in Thüringen aufzugeben, setzen die Mitglieder der Bürgerinitiative „Kein Fracking“ sowie Landrat Harald Zanker ihren Widerstand gegen das umwelt- und gesundheitsgefährdende Fracking fort.

Für die Bürgerinitiative (BI) steht der plötzliche Rückzug von BNK zweifelsfrei im Zusammenhang mit der Protestbewegung. Am 28. Januar sollte sich die Firma BNK eigentlich bei einer öffentlichen Bürgerversammlung der BI vorstellen und hier Rede und Antwort stehen. Dass gerade an diesem Tag der Rückzug erklärt wurde, hält kein Fracking-Gegner für einen Zufall. „Wir werten diese Entscheidung auch als einen Erfolg unserer Protestbewegung und möchten allen, die uns dabei unterstütz haben, herzlich danken“ erklärte Michael Zeng von der Bürgerinitiative. An der Bürgerversammlung im „Haus Vogtei“ hatten am 28. Januar mehr als 250 Menschen teilgenommen.

Die Aufsuchung von Erdgas sei zwar momentan gestoppt, eine Genehmigung dafür sei jedoch bis 2016 erteilt worden. Man müsse auch in Betracht ziehen, dass BNK seine Entscheidung wieder revidiere.

Trotz dieses Teilerfolges bleibe das Grundproblem bestehen. Das Bergrecht in seiner aktuellen Fassung erlaube Fracking nach wie vor. Das Bundesbergrecht müsse dringend reformiert werden, sind sich Landrat Zanker und Mitglieder der BI einig. Es sei unverantwortlich, dass Regionalplanung und Raumordnung sowie dem öffentlichen Interesse weniger Bedeutung beigemessen wird als dem profitorientierten Abbau von Bodenschätzen. „Es ist an der Zeit, dass das Bergrecht den Bedürfnissen des 21. Jahrhunderts angepasst wird“, erklärte Landrat Harald Zanker.

Die Bürgerinitiative wird so lange daran festhalten, über die Gefahren für Umwelt und Gesundheit durch Fracking aufzuklären, bis das bundesdeutsche Bergrecht reformiert wird.

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