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Neuer Name, neue Bestimmung: Görmar-Kaserne wird in Lindenhof umbenannt

MEDIENINFORMATION der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH (LEG Thüringen)


Symbolische Baumpflanzung besiegelt Umbenennung des ehemaligen Kasernenareals/ Zivile Nachnutzung nimmt konkrete Formen an

Die zivile Nachnutzung der ehemaligen Görmar-Kaserne in Mühlhausen nimmt zunehmend Gestalt an: Erste Unternehmen haben sich bereits am Standort angesiedelt und mit der geplanten Zentralisierung der Kreisverwaltung des Unstrut-Hainich-Kreises auf dem einstigen Kasernenareal erhält auch ein weiterer Teil des mehr als 35 Hektar großen Areals eine neue Nutzung. Mit der symbolischen Pflanzung einer Linde und der Enthüllung des neuen Straßenschildes „Zum Lindenhof" besiegelten Dr. Johannes Bruns, Oberbürgermeister der Stadt Mühlhausen, Harald Zanker, Landrat des Unstrut-Hainich-Kreises, und Andreas Krey, Geschäftsführer der LEG Thüringen, am Donnerstag, 30. November 2017, die künftige Bestimmung des Areals als attraktiven Industrie-, Gewerbe- und Verwaltungsstandort. „Mit der Pflanzung einer Linde am Lindenhof 1 wird nun auch symbolisch der Beginn der Zentralisierung der Kreisverwaltung in der Görmar-Kaserne nach Außen dargestellt. Gleichzeitig verbinden wir als Landkreis mit dem stetigen Wuchs dieser Linde den Aufwuchs an Mitarbeitern hier vor Ort, und nicht weniger die Ansiedlung von Unternehmen und Beschäftigten", so Landrat Harald Zanker.

Nachdem zu Beginn der geplanten Entwicklung zunächst die Schaffung von Baurecht und die Ertüchtigung der vorhandenen Infrastruktur erfolgen musste, erhält seit dem vergangenen Jahr die gewerbliche Nutzung der ehemaligen Kaserne in Mühlhausen erste deutliche Impulse: Das Unternehmen Peter Fischer Mechanische Werkstatt für Metallverarbeitung GmbH siedelte sich am Standort an und nutzt zwei bereits bestehende Gebäude. Ein Mietvertrag für die Werkhallen 204 und 206 sowie 202/203, die sich aufgrund der baulichen Gegebenheiten und der vorhandenen Ausstattung für das verarbeitende Gewerbe eignen, wurde mit der LEG Thüringen geschlossen. Das Unternehmen ist auf die Bearbeitung von Aluminiumguss- sowie Graugussteile spezialisiert, die vor allem von Produzenten von Vakuumpumpen und Verdichtern, von Gießereien sowie von der IT-Branche und der Automobilindustrie eingesetzt werden. Aktuell beschäftigt Fischer 42 Mitarbeiter.

Mit der Möve Bikes GmbH hat sich zudem ein weiteres Unternehmen auf dem ehemaligen Kasernengelände angesiedelt. Seit dem 1. September 2017 ist das Gebäude 216 an den Hersteller hochwertiger Fahrräder vermietet; er montiert und vertreibt die Räder mit einem eigens entwickelten innovativen Antrieb von hier aus. Mittel- und langfristig plant die gesamte Möve-Gruppe ihre Präsenz am Standort deutlich zu erhöhen. Neben der Möve Bikes GmbH soll auch die auf Entwicklung, Engineering und Verwaltung fokussierte Möve Equipment & Design GmbH auf das ehemalige Kasernengelände umziehen. Hierfür laufen aktuell Gespräche und erforderliche Abstimmungen mit der LEG Thüringen.

Für das ehemalige Küchen- und Kantinengebäude der Kaserne (Gebäude 108) gibt es mit dem Mühlhäuser Werkstätten für Behinderte e.V. einen weiteren Interessenten. Die Verhandlungen zur Übernahme des Gebäudes durch den Verein stehen kurz vor dem Abschluss. Der Verein plant, mit dem neu zu gründenden Integrationsunternehmen gastrofact gGmbH eine Gemeinschaftsküche und Kantine einzurichten und zu betreiben.

„Die aktuellen und vorausgegangenen Vertragsabschlüsse zeigen, dass der Standort gerade bei Unternehmen der Region durchaus gefragt ist", so LEG-Geschäftsführer Andreas Krey, „Mit der angestrebten Erschließung weiterer Flächen im nördlichen Bereich des Geländes, die wir in enger Abstimmung mit der Stadt Mühlhausen vorbereiten, bietet das Gebiet auch für weitere Industrieunternehmen interessante Ansiedlungsmöglichkeiten." Auch für Mühlhausens Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns sind die ersten industriellen und behördlichen Ansiedlungen ein Grund zur Freude. „Der Abzug der Bundeswehr war ein schmerzlicher Verlust für die Stadt Mühlhausen. Nun verfügen wir im Bestandsgebiet der ehemaligen Görmar-Kaserne über ein gefragtes, bereits jetzt ausgelastetes Gewerbegebiet. Und die bevorstehende Entwicklung der bisher unbebauten Teilfläche zu einem Industriegebiet und damit verbundene Millioneninvestitionen werden dem Neubeginn der Görmar-Kaserne als modernem Wirtschafts- und Verwaltungsstandort einen weiteren Schub verleihen", so das Stadtoberhaupt.

 

Hintergrund:
Nach dem Entschluss der Bundeswehr, sich aus Mühlhausen zurückzuziehen, erwarb die LEG Thüringen im Auftrag des Freistaates am 11. Dezember 2014 das 35,4 Hektar große Areal der Görmar-Kaserne Mühlhausen, um es einer zivilen Nutzung zuzuführen. Gemeinsam mit der Stadt Mühlhausen hat die LEG Thüringen zur Görmar-Kaserne eine Machbarkeitsstudie und ein Standortentwicklungskonzept erarbeitet. Aufgrund des unerwartet hohen Zustroms schutzbedürftiger Menschen wurde ein Teil der ehemaligen Kaserne von August 2015 bis Mitte 2016 als Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge (EAE) genutzt. Die vorgesehene Gewerbe- und Industrienutzung des Areals war hiervon jedoch nicht beeinträchtigt.

Mehr Informationen unter: www.goermar-kaserne-muehlhausen.de

 

30.11.2017

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