Lokale Hotspots wirken sich direkt auf Infektionsgeschehen im gesamten Landkreis aus

20.02.2021Im Gebiet der Gemeinde Rodeberg, mit Schwerpunkt in der Ortschaft Struth, begann in der ersten Februarwoche die Bildung eines COVID-19-Hotspots mit bisher insgesamt 56 infizierten Personen.

Da die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes im Rahmen der durchgeführten Kontaktpersonenermittlung nicht über besondere Zusammenkünfte von Menschen informiert werden, bestehen momentan nur geringe Chancen, die einzelnen Infektionsketten zu durchbrechen. Weshalb zwangsläufig davon ausgegangen werden muss, dass die reale Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Viruserkrankung besteht.

Die entstandene Gefährdungssituation ist auch deshalb für große Teile des Unstrut-Hainich-Kreises so relevant, weil in mindestens der Hälfte der Fälle die sogenannte britische Virusvariante labordiagnostisch nachgewiesen wurde, die laut Aussagen des Robert-Koch-Institutes und zahlreicher anderer Sachverständiger vielfach ansteckender ist als der sogenannte Wildtyp des SARS-CoV-2-Virus. Mit weiteren Mutations-Nachweisen wird im Gesundheitsamt gerechnet.

Welche möglichen Folgen mit einer COVID-19-Erkrankung einhergehen können, ist hinlänglich bekannt. Ältere, pflegebedürftige und mehrfach vorerkrankte Menschen sind besonders gefährdet bis hin zu Lebensgefahr, aber auch jüngere Menschen erkranken gelegentlich mit gravierenden Folgen bis hin zum Tod oder auch Langzeitschäden.

In der epidemiologischen Gesamteinschätzung der Lage wäre es geradezu fahrlässig, sich alleine auf das Verfolgen der Infektionsketten zu begrenzen. Es müssen alle möglichen, auch vom Freistaat Thüringen empfohlenen, Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung ergriffen werden. Auch wenn das bedeutet, dass zum Beispiel alle Kindertageseinrichtungen und Schulen weiterhin geschlossen belieben müssen, die andernfalls ab Montag wieder geöffnet hätten.

Das Gesundheitsamt apelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises, gerade jetzt, in der aktuell sensiblen Pandemie-Phase, in der Virusmutationen das Verbreitungsrisiko erhöhen und noch lange keine „Herdenimmunität“ durch Impfungen erreicht ist, die bekannten Regeln zu Kontaktbeschränkungen, Abstand, Maskennutzung und Hygiene extrem ernst zu nehmen und dem Gesundheitsamt gegenüber wahrheitsgemäße Angaben zu etwaigen Zusammenkünften von Menschen zu machen, um eine vollständige Kontaktpersonenklärung und damit eine wirkliche Unterbrechung von Infektionsketten zu ermöglichen.

Allen müsste eigentlich nach einem Jahr Pandemie bewusst sein, dass wegen der erheblichen Gefahr für Leib und Leben, eine möglichst vollständige Kontakt-Aufklärung das Allerwichtigste ist. Nur durch das Unterbrechen der Infektionsketten wird eine unkontrollierte Ausbreitung verhindert. Insofern ist es „eine Frage des sozialen Zusammenhaltes der Menschen unserer Heimatregion, alles in ihrer und unserer Macht stehende für eine gute Aufklärung möglicher Ursachen und Kontakte beizutragen“, so Landrat Harald Zanker und Sören Lamm, Fachdienstleiter Gesundheit.


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