„Omikron-Welle“ im März auf höchstem Niveau

Gesundheitsamt informiert...Gesundheitsamt priorisiert Kontaktnachverfolgung auf Personen mit hohem Risiko für schwere Verläufe
Dem Bundestrend zeitlich nachfolgend nähert sich die 5. Welle in der COVID-19-Pandemie (geprägt durch die Omikron-Variante) im Unstrut-Hainich-Kreis ihrem Scheitelpunkt, der im Laufe des März erwartet wird. Bei derzeit noch ansteigenden Infektionszahlen (7-Tage-Inzidenz liegt derzeit über 1.100) steigen Hospitalisierungsinzidenz und ITS-Belegung erfreulicher Weise nicht laufend an, sodass sich das Gesundheitssystem in einer soliden Lage befindet.

Infolge des starken Anstiegs der Infektionszahlen steigt aber die Belastung der Gesundheitsämter laufend an, die neben der Kontaktnachverfolgung auch zahlreiche andere Pflichtaufgaben zum Schutze und zur Versorgung der Bevölkerung gewährleisten müssen, so zum Beispiel die Durchführung alljährlicher Schuleingangsuntersuchungen.

Ebenfalls dem bundesweiten Trend folgend hat das Gesundheitsamt des Unstrut-Hainich-Kreises daher nun eine weitere Priorisierung der Kontaktnachverfolgung eingeleitet: Auf Basis fachlicher Leitlinien des Thüringer Landesverwaltungsamtes und konform bestehender rechtlicher Regelungen konzentriert das Gesundheitsamt seine Corona-Fallbearbeitung ab sofort auf infizierte Personen und solche Personen und Personengruppen, die ein besonders hohes Risiko für schwere Verläufe tragen. Das sind vor allem Menschen mit hohem individuellen Risiko, die sich in Krankenhäusern befinden oder in Einrichtungen der Pflege oder Behindertenhilfe leben.

Diese neue Bearbeitungsstrategie entspricht im Grunde dem wissenschaftlich prognostizierten Fortgang der Pandemieentwicklung, innerhalb derer Gesundheitsbehörden laufend ihre Bearbeitungsweise anpassen müssen, bis es schließlich zum vollständigen Ausklingen der Pandemie kommt beziehungsweise zum Endemischwerden der neuartigen Viruserkrankung.

Einhergehend mit dieser Priorisierung der Kontaktnachverfolgung wurde auf der Homepage des Landratsamtes ein Eingabeformular bereit gestellt, in das infizierte Personen auf sehr einfache und sichere Weise ihre persönlichen Daten eintragen und spezifische Fragen des Gesundheitsamtes beantworten können. Dies ist sowohl für die betroffenen Bürger als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes eine deutliche Arbeitserleichterung und Beschleunigung. Auf diese Weise können die notwendigen Informationen ohne Telefonat ausgetauscht und die nötigen Quarantänebescheinigungen in sehr kurzer Zeit zugeleitet werden.