Natura 2000 (FFH) – Gebiete

Nach der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat - FFH - Richtlinie) soll ein europaweit ökologisches Schutzgebietsnetz errichtet werden, um die natürlichen Lebensräume sowie Tier- und Pflanzenarten von europäischer Bedeutung dauerhaft zu sichern. Die Mitgliedsstaaten der EU haben dazu nach vorgegebenen Kriterien Gebiete zu melden und Schutzmaßnahmen vorzusehen. Ziel der Richtlinie ist die Bewahrung der natürlichen Artenvielfalt.

Das Land Thüringen hat im Bereich des Unstrut-Hainich-Kreises 12 Gebiete mit einer Größe von insgesamt ca 17.500 ha gemeldet. Dies entspricht in etwa 18 % der Kreisfläche. Im einzelnen handelt es sich um folgende Gebiete bzw. folgendes Objekt:

  • Muschelkalkhänge von Großbartloff bis Faulungen
  • Dörnaer Platz
  • NSG Flachstal
  • Volkenrodaer Teiche
  • Sonder-Oberholz-Großer Horn
  • Hainich
  • NSG Unstruttal zwischen Nägelstedt und Großvargula
  • Unstrutniederung nordöstlich Herbsleben
  • Bruchwiesen bei Bad Tennstedt
  • Treffurter Stadtwald nördlich Treffurt
  • Keuperhügel und Unstrutniederung bei Mühlhausen

 

uebersicht ffh uhk

https://antares.thueringen.de/cadenza/;jsessionid=7BE24491FAE53AAC13937CEACA678D61

Schutzgebiete und -objekte

Schutzgebiete werden in verschiedene Kategorien eingeordnet. Im Unstrut-Hainich-Kreis gibt es gegenwärtig:

Eine weitere Schutzkategorie sind die gesetzlich geschützten Biotope. Hierbei handelt es sich Flächen, die per Gesetz - also ohne Ausweisung - unter Schutz stehen. Dazu zählen z.B. Streuobstwiesen, Halbtrockenrasen, Quellbereiche, naturnahe Bäche und Flüsse, Erdfälle, Röhrichte, Nasswiesen oder Binnensalzstellen.

Allgemeine Informationen der Unteren Naturschutzbehörde

Eingriffsbegleitung

Eingriffe in Natur und Landschaft sind Veränderungen der Gestalt und Nutzung von Grundflächen oder Veränderungen des mit der belebten Bodenschicht in Verbindung stehenden Grundwasserspiegels, die die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes oder das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigen können. Eingriffe bedürfen nach dem Bundesnaturschutzgesetz einer Genehmigung, diese wird z. B. in die Baugenehmigung integriert.

Wenn keine behördliche Genehmigung, Erlaubnis oder sonstige Entscheidung einer anderen Behörde für den Eingriff in Natur und Landschaft vorgeschrieben ist, wird eine eigenständige naturschutzrechtliche Genehmigung erforderlich. Dies kann u. a. betreffen:

  • Errichtung baulicher Anlagen im Außenbereich, für die keine Baugenehmigung erforderlich ist
  • Bodenversiegelung beim Bau von land- und forstwirtschaftlichen Wirtschaftswege

mehr zur Eingriffsregelung in Thüringen unter:
www.thueringen.de/de/tmlnu/themen/naturschutz

Landschaftsplanung

Der Landschaftsplan ist der Fachplan der unteren Naturschutzbehörde. Er enthält Grundlagendaten zu Boden, Wasser, Klima und darüber hinaus die örtlichen Erfordernisse und Maßnahmen zur Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes. Die Landschaftspläne liegen bei der Naturschutzbehörde vor und können zu den Sprechzeiten oder nach Voranmeldung eingesehen bzw. ausgeliehen werden.

 

Landschaftspflege

Die Erhaltung vieler Biotoptypen, die für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten von Bedeutung sind (z.B. Trockenrasen, Feuchtwiesen, Streuobstwiesen), ist nur über eine entsprechend naturschutzkonforme Bewirtschaftung zu gewährleisten. Hierzu zählen u.a. Mahd oder Beweidung auf Mager- und Trockenstandorten, Feuchtwiesen, Wiesenbrüterflächen und Flachlandwiesen, die Pflege von Streuobstwiesen oder die extensive Bewirtschaftung von Ackerrandstreifen.

Zur Unterstützung dieser Bewirtschaftung stehen in Thüringen Förderprogramme zur Verfügung.

Schutzgebiete und -objekte

Teile von Natur und Landschaft können zum Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, Naturpark, Naturdenkmal, geschütztem Landschaftsbestandteil, Nationalpark, Biosphärenreservat im Sinne des BNatG erklärt werden.

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Baumschutz

Die Zuständigkeit für den Baumschutz im bebauten Innenbereich obliegt der jeweiligen Gemeinde oder Stadt, die hierfür eine kommunale Baumschutzsatzung erlassen kann. Artenschutzrechtliche Bestimmungen sind allerdings auch hier zu beachten. Darüber hinaus ist in der freien Landschaft (Außenbereich) die Zuständigkeit der unteren Naturschutzbehörde gegeben. Demnach sind für Baumfällungen im Außenbereich außerhalb des Waldes entsprechende Anträge in der unteren Naturschutzbehörde zu stellen.

Artenschutz

Die untere Naturschutzbehörde des Landkreises ist seit dem 01.Mai 2008 zuständig für den Vollzug artenschutzrechtlicher Bestimmungen. Hierzu gehört u.a. auch die Überwachung der Haltung und des Handels mit geschützten Arten. Zu den besonders geschützten Arten gehört der überwiegende Teil der exotischen Tierarten, wie z. B. Affen, Papageienvögel, Landschildkröten, Riesenschlangen, Echsenarten wie z.B. Geckos und Chamäleons, aber auch zahlreiche heimische Arten. Auch alle europäischen Vogelarten gehören dazu.

Wirbeltiere der besonders geschützten Arten unterliegen nach den Bestimmungen der Bundesartenschutzverordnung der Meldepflicht. Der Halter muss unverzüglich nach Beginn der Haltung der zuständigen Behörde den Bestand der Tiere und nach der Bestandsanzeige den Zu- und Abgang sowie deren Kennzeichnung schriftlich anzeigen. Ebenso ist eine Verlegung des Standortes unverzüglich anzuzeigen. Nähere Informationen finden Sie unter "Formulare" in den entsprechenden Merkblättern. Außerdem sind dort Formulare für die Meldung der Tiere hinterlegt.

Die untere Naturschutzbehörde ist zuständig für die Zulassung von Ausnahmen bezüglich der Verbotstatbestände im Artenschutz (Zugriffs- und Störverbote). Des weiteren wirkt sie mit bei Artenhilfsmaßnahmen und -projekten.

Zuständigkeit der Unteren Naturschutzbehörde

Die Aufgaben der unteren Naturschutzbehörde werden durch nachfolgend genannte Mitarbeiter wahrgenommen:

Frau Halle - Teamleiterin
03601 802710

  • Überwachung von Schutzgebieten aller Kategorien (außer gesetzlich geschützte Biotope)
  • Landschaftsplanung
  • Betreuung ehrenamtlicher Naturschutz (Naturschutzbeirat, Naturschutzbeauftragte)

 

Dr. Trutschel
03601 802722

  • Artenschutz im Zusammenhang mit Genehmigungsverfahren anderer Behörden z.B. nach Bau-, Berg- und Wasserrecht im Prüfbezirk (Gemeinden Dünwald, Menteroda, Anrode, Südeichsfeld, Nottertal-Heilinger Höhen, Unstrut-Hainich, Vogtei, Unstruttal, Stadt Mühlhausen, Stadt Bad Langensalza)

 

Frau Ritter
03601 802711

  • Bearbeitung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung

 

Herr Braunsdorf
03601 802797

  • Informationen zur Landschaftspflege und den entsprechenden Förderprogrammen (KULAP, NALAP)
  • Fragen und Genehmigungen zu gesetzlich geschützten Biotopen (außerhalb von anderen Schutzgebieten)
  • Artenschutz im Zusammenhang mit Genehmigungsverfahren anderer Behörden z.B. nach Bau-, Berg- und Wasserrecht im Prüfbezirk (Gemeinde Herbsleben, VG Bad Tennstedt)

 

Frau Bilkenroth
03601 802713

  • Überwachung internationaler (handelsrelevanten) Artenschutz
    Vermarktungsgenehmigungen (CITES), Ausnahmen Kennzeichnungspflicht usw.
  • Artenschutz im Zusammenhang mit Genehmigungsverfahren nach Immissionsschutzrecht (Windkraftanlagen)
  • Betreuung Amphibienwanderung

Untere Naturschutzbehörde

Der Schutz, die Pflege und Entwicklung der Natur und Landschaft im unbesiedelten Bereich und damit die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlage des Menschen sind Hauptaufgaben der Naturschutzbehörde.

Die untere Naturschutzbehörde erfüllt als untere Verwaltungsbehörde Pflichtaufgaben beim Vollzug des Bundesnaturschutzgesetzes sowie des Thüringer Gesetzes für Natur und Landschaft im übertragenen Wirkungsbereich und ist Ansprechpartner in allen Angelegenheiten des Naturschutzes.

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