Der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal

Naturparks - Entwicklungsregionen für Natur und Wirtschaft

Naturparks sind Kulturlandschaften, die sich durch natürliche Schönheit, abwechlungsreiche Landschaft sowie naturnahe Bereiche auszeichnen und deshalb besonders wertvoll sind. Sie stellen Rückzugsräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten dar und sind Erholungsraum für den Menschen.

Naturparks sind in Gebieten mit einer besonderen Naturausstattung eingerichtet. In einem Naturpark werden spezielle Konzepte erstellt, die die Anliegen von Schutz, Pflege und Entwicklung beinhaltet und verknüpfen. Der Naturpark hilft, die unterschiedlichen Nutzungsansprüche von Wirtschaft, insbesondere Fremdenverkehr, und Naturschutz zu verflechten - das harmonische Miteinander von Mensch und Natur wird dadurch auf Dauer verwirklicht.

Das erwartet Sie im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal:

  • Herrliche Landschaften zum Wandern, zum Beispiel auf dem Naturpark-Wanderweg, der den Park in seiner gesamten Länge von Heiligenstadt im Norden bis Eisenach im Süden durchzieht.
  • der Hainich, eines der größten zusammenhängenden naturnahen Buchenwaldgebiete Mitteleuropas,
  • artenreiche wärmeliebende Vegetation im Werratal,
  • grandiose Aussichtspunkte über das Eichsfeld (Dieterröder Klippen, 520 m NN)
  • und das Werratal (Heldrastein, 503 m NN).

Wir laden Sie ein zu:

  • naturkundlichen Führungen (auf Voranmeldungen) durch ausgebildete Naturführer
  • "Natur erleben" für Kinder und Jugendliche
  • Projekte für Schulklassen
  • Entdeckungen auf unseren Naturerlebnispfaden
  • "In 8 Tagen durch den Naturpark" - einer erlebnisreichen Wanderung
  • unserem Besucher- und Informationszentrum mit Duft- und Tastgarten in Fürstenhagen
  • Fachberatung zu Fragen des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie zum Arten- und Biotopenschutz.

Information:

Naturparkverwaltung Eichsfeld-Hainich-Werratal
Dorfstraße 19
37318 Fürstenhagen
Tel.: 03 60 83 / 4 66 30
Fax.: 03 60 83 / 4 66 41
Internet: www.naturpark-ehw.de

Der Mittelpunkt Deutschlands

mittelpunktDer Mittelpunkt Deutschlands wurde 1990 durch Dr. Finger (Dresden) und Dr. Fröge (Göttingen) bestimmt und vermessen. Unter Verwendung der offiziellen geographischen Koordinaten für die äußersten Grenzpunkte der damaligen BRD und der DDR in den statistischen Jahrbüchern von 1989 wurde er mit den mittleren geographischen Koordinaten 51 Grad 10 Minuten nördlicher Breite und 10 Grad 27 Minuten östlich von Greenwich ermittelt. Dieser Punkt befindet sich etwa 500 Meter nördlich von Niederdorla und 1.000 Meter östlich vom ehemaligen Bahnhof Oberdorla.

Am 26.Februar.1991 wurde hier eine 12 Meter hohe und ca. 60 Jahre alte Kaiserlinde als Wahrzeichen für die Mitte Deutschlands gepflanzt. Daneben liegt ein 5 Tonnen schwerer Basaltblock, der von der Stadt Herbstein (im Vogelsbergkreis) dem ehemaligen physikalischen Mittelpunkt der BRD - anlässlich des Tages der deutschen Einheit 1992 gestiftet wurde.

Die Ausgrabung eines Opfermoores

Seit 1947 wurde im Ried zwischen Ober- und Niederdorla Torf abgebaut. Dabei fand man vereinzelt Schädel und urgeschichtliche Scherben. Nach intensiver Grabung entdeckte man eine Opferstätte, deren Funde 1.000 Jahre Kultgeschichte erbrachten.

Ein Teil der Funde ist im Ausstellungsgebäude, das im Jahre 1992 eröffnet wurde, zu besichtigen.

Das nachgebaute germanisch-frühdeutsche Dorf mit Opferstätten

opfermoor vogteiNicht weit vom Opfermoor (Mahlindenfeld) fanden Archäologen eine prähistorische Siedlung. Es ist die größte untersuchte archäologische Wohnstätte Thüringens. Die Funde belegen, dass die Siedlung bereits v.Chr. begann und bis zum 13. JH. ununterbrochen bewohnt wurde. Einige germanische Häuser wurden am Seeheiligtum im Maßstab 1:1 nachgebaut.

Öffnungszeiten Museum und Freigelände:

täglich von 10.00 - 18.00 Uhr

Führungen durch Museum und Freigelände nach telefonischer Vereinbarung

Information

www.opfermoor.de

Seit dem 25. Juli 2002 trägt der "Shuttle 006" der Erfurter Industriebahn (EIB) die unübersehbare Aufschrift "Unstrut-Hainich-Kreis - Mittelpunkt Deutschlands".

Mein Hainichland ...

Nationalpark Hainich – Urwald mitten in Deutschland

Im Westen Thüringens, zwischen Mühlhausen, Bad Langensalza und Eisenach mit seiner Wartburg, liegt ein kleiner Muschelkalkhöhenzug, der Hainich. Bedeckt ist er fast vollständig von Laubwäldern, die von der Buche geprägt sind. Im Südteil, der jahrzehntelang militärisch genutzt war, gibt es seit Ende 1997 auf einer Fläche von 7.500 Hektar den Nationalpark Hainich. In der Kernzone finden sich sehr arten- und strukturreiche Laubwälder mit einem hohen Totholzanteil. Hier soll der „Urwald mitten in Deutschland" - der geographische Mittelpunkt Deutschlands ist nur wenige Kilometer entfernt - für uns und viele Generationen nach uns erlebbar sein. Höhepunkt der erstaunlichen Entwicklung des Nationalparks Hainich war die Einschreibung in die Liste des UNESCO-Welterbes 2011. Damit steht der Hainich auf einer Stufe mit so berühmten Schutzgebieten wie Yellowstone, Galapagos oder Serengeti.

Im Hainich sind aufgrund der Großflächigkeit der Wälder, des hohen Strukturreichtums und des hohen Totholzanteils auch sehr spezialisierte Arten zu finden. Als Beispiele seien Wildkatze, Bechstein-Fledermaus, Mittelspecht und hochgradig gefährdete Totholzkäfer genannt; bei den Pilzen wurden zahlreiche gefährdete Arten nachgewiesen. Auf den großen Wiederbewaldungs- und Weideflächen leben seltene Vogelarten sowie zahllose Insektenarten.

Der Hainich bietet dem Besucher zu allen Jahreszeiten vielfältiges Naturerleben. Im Frühjahr beeindrucken die bunten Teppiche der Frühblüher, angefangen vom Märzenbecher über Lerchensporn und Buschwindröschen hin zum Bärlauch. Der Herbst besticht durch sein Farbenspiel. Hier zeigt sich der Baumartenreichtum des Nationalparks als „Indian Summer" und lockt viele Besucher an. Der Besucher findet im Nationalparkumfeld viele interessante Übernachtungsangebote, von der Jugendherberge „Urwald-Life-Camp" am Harsberg über idyllische Landhäuser bis hin zum Hotel für Busreisegruppen.

Der Nationalpark kann auf eigene Faust oder im Rahmen von Führungen erkundet werden. Zahlreiche, gut ausgeschilderte Wanderwege bieten für Jung und Alt, Wanderer und Radfahrer zahlreiche Möglichkeiten des Naturgenusses. Ein Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes ist der 2005 eingerichtete, 2009 erweiterte Baumkronenpfad. Auf einer Länge von rund 530 m, gekrönt mit einem über 40 m hohen Turm, ergeben sich spektakuläre Ein- und Ausblicke auf den Lebensraum Wald. Auf dem Weg zum Baumkronenpfad liegt das Nationalparkzentrum Thiemsburg mit der sehenswerten Ausstellung „Entdecke die Geheimnisse des Hainich". Mit dem Wildkatzendorf Hütscheroda wurde 2012 eine weitere Attraktion geschaffen, wo der Besucher echte Wildkatzen erleben kann und viel Wissenswertes über diese Art erfährt.

„Natur Natur sein lassen!" - so lautet das Motto der deutschen Nationalparke. Im Hainich kann der Besucher erleben, was das heißt. Er findet hier die größte nutzungsfreie Laubwaldfläche Deutschlands, spürt die gewaltige Kraft der Natur, das Ringen der Bäume um Licht, Wasser und Nährstoffe, die Vielfalt der Lebensräume, geschaffen durch die in der Natur ungestört vom Menschen ablaufenden Prozesse. Der Hainich lädt dazu ein, diese Naturschauspiele in einem der ursprünglichsten Wälder Deutschlands erleben zu können, eingebettet in ein reiches kulturelles und geschichtsträchtiges Umfeld.

Kontakt:
Nationalpark Hainich
Bei der Marktkirche 9
99947 Bad Langensalza
(0 36 03) 3 90 70
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.nationalpark-hainich.de

Der Hainich

Im Westen des Thüringer Beckens zwischen Mühlhausen im Nordwesten, Bad Langensalza im Osten, Eisenach im Südwesten und Eschwege im Nordwesten befindet sich mit dem Hainich ein auf einem Muschelkalkplateau gelegenes Laubwaldgebiet, das bezüglich Naturnähe und Ausdehnung zu den wertvollsten in Deutschland zählt. Das geschlossene Waldgebiet umfasst über 20.000 Hektar und ist durch Verkehrswege kaum zerschnitten. Dieses Gebiet ist den meisten, auch den Thüringern unbekannt. Erst langsam werden die Pracht der Wälder und seine landschaftlichen Reize bekannt und dringen allmählich ins Bewußtsein ein.

Im 18. / 19. Jahrhundert setzte sich eine plenterwaldartige Bewirtschaftung in der nördlichen Hälfte des Hainich ein. Dabei wurden Rotbuchen gefördert und andere Laubholzarten zurückgedrängt. Als Folge dieser Wirtschaft sind heute ca. 4.000 Hektar Fläche Buchenplenterwälder erhalten geblieben.

In der südlichen Hälfte des Hainichs, wo der Plenterwald eine geringe Rolle spielte, ist die Vielfalt der ursprünglichen Laubbaumarten besser erhalten geblieben. Viele Wanderwege führen durch den Hainich, der bekannteste ist der Rennstieg, so dass die Schönheit dieses Waldes erwandert werden kann.

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