Aktuelle Informationen

Kinder wachsen auch heute noch in einer Gesellschaft auf, die für sie im [...]
Anlässlich des 80-jährigen Jubiläums erhält der Kleingartenverein „Erfurter [...]
Der langersehnte finale Fördermittelbescheid des Bundes für den Breitbandausbau im [...]
Ab dem 02.09.2019 wird die Martinistraße in Mühlhausen (voraussichtlich bis August [...]
Am 07.11.2019 übergaben der Landrat, Harald Zanker und Frau Kaufhold, [...]
Öffentliche Ausschreibung Nr. 111-2019-UHK nach VOL/ALieferung und Montage von [...]
Öffentliche Ausschreibung Nr. 128-2019-UHK nach VOL/ALieferung einer [...]
Öffentliche Ausschreibung Nr. 148-2019-UHK – Los 1 nach [...]
Am Dienstag, 05.11.2019 übergab Landrat Harald Zanker Schecks in Höhe von [...]
Öffentliche Ausschreibung Nr. 138-2019-UHK nach VOL/ALieferung/Kauf von Hard- und [...]
FrauenOrte im Unstrut-Hainich-Kreis ist eine Initiative der [...]
Aus dem Landesprogramm Familie konnten diese Woche erneut  4 [...]
Gleich 4 Vereine der Region erhielten jetzt Spendenschecks von der Kreisverwaltung [...]
Öffentliche Ausschreibung Nr. 077-2019-UHK nach VOL/ARahmenvereinbarung über die [...]
Nachdem das West-Nil-Virus im vorigen Jahr erstmals in Deutschland aufgetreten ist, [...]

Lengefeld – Ortschronist Herr Eberhard Born

Der seit 16 Jahren im Ehrenamt als Ortschronist tätige Eberhard Born wird 75 Jahre.

„Ein Dorf ohne Chronik ist ein Dorf ohne Geschichte"

Dieser Leitgedanke prägt die chronistische Tätigkeit von Eberhard Born, der am 30.12.1938 in Lengefeld (seit 1.1.1997 Ortsteil der Gemeinde Anrode) das Licht der Welt erblickte.

born eberhardNach dem Besuch der Volksschule in Lengefeld, absolvierte er eine Landwirtschaftslehre im elterlichen Betrieb von Kurt und Wanda Born.

Zwischen 1960 und 1994 arbeitete er im Bereich Veterinärwesen in der Kreisverwaltung Mühlhausen. Zuerst als Veterinärhelfer und nach dem Studium an der Ingenieurschule für Veterinärmedizin in Beichlingen, ab 1971 als Veterinär-Ingenieur.

Von 1994 bis zu seinem Ruhestand, im Jahre 2002, war er als Sachbearbeiter im Thüringer Ministerium für Familie, Gesundheit und Soziales tätig.
Am politischen Leben seines Heimatortes Lengefeld nahm Herr Born aktiv teil.

Von Mai 1990 bis Dezember 1997 war er Gemeinderatsvorsteher im Gemeinderat in Lengefeld. Im Jahre 1998 wurde er zum Ortsteilbürgermeister von Lengefeld gewählt. Dieses Amt übte er infolge Wiederwahl bis Juni 2009 aus.

Zum politischen Engagement kommt die gesellschaftliche Einsatzfreude hinzu. Herr Born ist beseelt von der Liebe zu seiner Heimat, zur Natur, zu seinem Dorf. Das Interesse an der Heimatgeschichte „und die dabei zu machenden Entdeckungen über längst Vergangenes", so sagt er selbst, faszinieren ihn und genießen bei ihm einen besonderen Stellenwert. So kommt es nicht von ungefähr, dass er seine ehrenamtliche Funktion als Ortschronist von Lengefeld seit 1997 mit großer Leidenschaft ausfüllt.

13 Aufsätze zur Lengefelder Heimatgeschichte sind bisher von ihm im Amtsblatt von Anrode erschienen. Zwei Bücher hat er geschrieben. Sein Erstlingswerk „Geschichte der Jagd und Fischerei von Lengefeld am Mühlhäuser Landgraben 1335-2011" erschien 2011 im Rockstuhl-Verlag. „Neugierde und die Leidenschaft zur Jagd" bewegten ihn, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen und es dem Leser näher zu bringen. (Herr Born legte 1972 die Jagdprüfung ab und ist seitdem passionierter Waidmann.)

Das zweite Buch von ihm erschien 2012 mit dem Titel „Geschichte des Chorgesanges von Lengefeld am Mühlhäuser Landgraben 1607-2012". Darin eingebunden ist das Leben und Wirken des „Volkschores Luhnetal", der sich 1992 als gemischter Chor gründete. Die Initiative dazu kam von ihm selbst und von Klaus Dieter Ernst. Herr Born war von 1992 bis 2008 dessen Vorsitzender. Aus seiner Feder stammt auch ein Heimatlied, das von Herrn Ernst vertont und im Rahmen der Feierlichkeiten der 1100 jährigen Ersterwähnung Lengefelds vom Volkschor uraufgeführt wurde. Es gibt wohl kaum ein Thema, was den wissensdurstigen Lengefelder nicht beschäftigt.

Herr Born folgt den Spuren des Prof. Dr. Adolf Sellmann, dem gebürtigen Lengefelder, der als Pädagoge, Chronist und Autor neben zahlreichen Forschungsarbeiten zur Regionalgeschichte, auch die „Geschichte des Dorfes Lengefeld" niedergeschrieben hat. Der Initiative von Herrn Born ist es zu danken, dass diese Abhandlungen 2009 gedruckt vom Lengefelder Heimatverein herausgegeben werden konnten.

Mit allen seinen Veröffentlichungen zur Heimatgeschichte will Eberhard Born neugierig machen und begeistern, aber auch „die Leser anregen, die dörfliche Vergangenheit etwas kritischer und realistischer zu betrachten".

Er ist überzeugt davon, dass „ein Dorf ohne Chronik, ein Dorf ohne Geschichte" ist. Deshalb sorgt sich Herr Born um geeignete Nachfolger. Er sieht dafür den Heimatverein, den Ortschaftsrat von Lengefeld und die Gemeindeverwaltung von Anrode in der Pflicht, für das Ehrenamt zu werben.
Das Team des Kreisarchivs wünscht Herrn Born aber noch viele Jahre Schaffenskraft, Gesundheit und Freude an der chronistischen Tätigkeit.
Mögen sich weitere, insbesondere jüngere Lengefelder, für ihre Heimatgeschichte begeistern und seine Sorgen um den Nachwuchs unbegründet sein.

Regina Hornischer
Leiterin Kreisarchiv

Behördensuche

Kfz-Abmeldung und -wiederzulassung...

Zur Kennzeichenreservierung ...

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.