Integrationsmaßnahmen - Integrationskurse

Die Integration von rechtmäßig auf Dauer im Bundesgebiet lebenden Ausländern in das wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Leben in der Bundesrepublik Deutschland wird gefördert und gefordert.

Eingliederungsbemühungen von Ausländern werden durch ein Grundangebot zur Integration (Integrationskurse) unterstützt. Ziel des Integrationskurses ist, den Ausländern die Sprache, die Rechtsordnung, die Kultur und die Geschichte in Deutschland erfolgreich zu vermitteln.

Wer kann an einem Integrationskurs teilnehmen?

Ausländer, die sich dauerhaft im Bundesgebiet aufhalten und denen erstmals eine Aufenthaltserlaubnis zu Erwerbszwecken, zum Zweck des Familiennachzugs oder aus humanitären Gründen erteilt wird.

Darüber hinaus können im Rahmen verfügbarer Kursplätze auch Ausländer ohne Teilnahmeanspruch zugelassen werden. Die Einzelheiten erfragen Sie bitte bei der Ausländerbehörde oder beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Weitere Informationen finden Sie unter www.integration-in-deutschland.de.

Wer muss an einem Integrationskurs teilnehmen?

Ausländer, die einen Anspruch auf Teilnahme haben und sich nicht auf einfache Art in deutscher Sprache mündlich verständigen können, haben eine Verpflichtung zur Teilnahme an einem Integrationskurs. Hierüber erhalten sie eine Mitteilung von der Ausländerbehörde.

Im Unstrut-Hainich-Kreis führen folgende Träger Integrationskurse durch:

  • Volkhochschule Unstrut-Hainich-Kreis
    Wahlstraße 49
    99974 Mühlhausen
    Internet: www.vhs-uh.de
  • Berufsfortbildungswerk Gemeinnützige Bildungseinrichtung des DGB GmbH
    Schimmelbuschstraße 55
    40699 Erkrath
    Internet: www.bfw.de
  • F + U Thüringen gGmbH
    Mainzer Straße 23/24
    99089 Erfurt
    Internet: www.fuu.de
  • Bildungszentrum Handel/Gewerbe/Freie Berufe e. V.
    Bei der Breitsülze 20 c
    99974 Mühlhausen
    Internet: www.bz-muehlhausen.de
  • Sprache und Bildung GmbH
    Alter Blobach 49
    99974 Mühlhausen
    Badeweg 7a
    99947 Bad Langensalza
    Internet: www.sprache-und-bildung.de

Niederlassungserlaubnis

Die Niederlassungserlaubnis ist ein unbefristeter Aufenthaltstitel. Sie berechtigt zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • seit fünf Jahren im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis
  • gesicherter Lebensunterhalt
  • mindestens 60 Monate Pflichtbeiträge oder freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder Aufwendungen für einen Anspruch auf vergleichbare Leistungen einer Versicherungs- oder Versorgungseinrichtung oder eines Versicherungsunternehmens
  • Gründe der öffentlichen Sicherheit und Ordnung stehen nicht entgegen
  • Beschäftigung ist erlaubt (bei Arbeitnehmern) bzw. sonstige Erlaubnis für eine dauernde Ausübung einer Erwerbstätigkeit liegt vor
  • Nachweis deutscher Sprachkenntnisse
  • Grundkenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse im Bundesgebiet
  • ausreichender Wohnraum für sich und die mit in häuslicher Gemeinschaft lebenden Familienangehörigen

Ausnahmen hierzu sind möglich bei:

  • Familiennachzug zu Deutschen
  • Aufenthalt aus humanitären Gründen
  • Aufenthalt für Hochqualifizierte

Folgende Unterlagen müssen Sie mitbringen:

  • Antrag
    Formular
  • Pass
  • biometrisches Passfoto
  • Mietvertrag
  • Einkommensnachweise der letzten drei Monate
    Arbeitgeberbescheinigung (Formular) und Arbeitsvertrag
  • Nachweis über 60 Monate Rentenbeiträge
  • Zeugnis über erfolgreich absolvierten Integrationskurs (wenn vorhanden) bzw. andere Nachweise über ausreichende deusche Sprachkenntnisse und über Grundkenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse im Bundesgebiet

Gebühren:

25,00 bis 200,00 Euro

Aufenthalt zum Zwecke der Erwerbstätigkeit

Die Neueinreise ausländischer Beschäftigter orientiert sich an den Erfordernissen des Wirtschaftsstandortes Deutschland unter Berücksichtigung der Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt. Ausnahmen bestehen für Hochqualifizierte sowie Selbständige.

Weitere Ausnahmen gibt es für bestimmte Tätigkeiten wie z.B. Saisonarbeitnehmer, Gastarbeitnehmer, Werkvertragsarbeitnehmer, Ferienbeschäftigungen, Künstler, Berufssportler ect.

Nähere Auskünfte hierzu erteilen die Ausländerbehörde, die Bundesagentur für Arbeit sowie die Deutschen Auslandsvertretungen.

Jeder Aufenthaltstitel lässt erkennen, ob die Ausübung einer Erwerbstätigkeit erlaubt ist. Eine gesonderte Arbeitsgenehmigung der Agentur für Arbeit ist nicht mehr erforderlich.

Eine Beschäftigung dürfen Sie nur ausüben, wenn der Aufenthaltstitel es erlaubt.

Berechtigt ein Aufenthaltstitel nicht zur Ausübung der gewünschten Beschäftigung, kann bei der Ausländerbehörde grundsätzlich ein entsprechender Antrag auf Genehmigung einer Beschäftigung gestellt werden.

Ausnahmen:

Für Staatsangehörige der Europäischen Union, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz gelten vorstehende Regelungen nicht.

Familiennachzug zu deutschen Staatsangehörigen

Folgende Personen können zum Zwecke des Familiennachzugs zu deutschen Staatsangehörigen eine Aufenthaltserlaubnis beantragen:

  • der Ehegatte eines Deutschen
  • das minderjährige ledige Kind eines Deutschen
  • der Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen zur Ausübung der Personensorge

Beim Nachzug des Ehegatten eines Deutschen wird vorausgesetzt, dass

  • beide Ehegatten das 18. Lebensjahr vollendet haben und
  • der zuziehende Ehegatte sich zumindest auf einfache Art in deutscher Sprache verständigen kann (mind. Stufe "A1" GER).

Ausnahmen von vorstehenden Regelungen sind möglich. Hierzu beraten Sie die Mitarbeiter der Ausländerbehörde.

Folgende Unterlagen müssen Sie mitbringen:

  • Antrag
    Formular
  • Meldebestätigung des zuständigen Einwohnermeldeamtes
  • Pass
  • Passfoto
  • Heiratsurkunde
  • Geburtsurkunde (nur bei Kindern)
  • Einkommensnachweise
    Arbeitgeberbescheinigung (Formular) und Arbeitsvertrag
  • gegebenenfalls Nachweise deutscher Sprachkenntnisse (mind. Stufe "A1" GER)
  • Die gemeinsame Vorsprache beider Ehegatten ist erforderlich.

Hinweis:

Alle ausländischen Urkunden sollten möglichst übersetzt und legalisiert oder mit Apostille vorgelegt werden.

Gebühren:

keine

Eine Niederlassungserlaubnis kann beantragt werden, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • drei Jahre im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis
  • familiäre Lebensgemeinschaft mit dem Deutschen besteht fort
  • Verständigung auf einfache Art in deutscher Sprache ist möglich
  • es liegt kein Ausweisungsgrund vor

Folgende Unterlagen müssen Sie mitbringen:

  • Antrag
    Formular
  • biometrisches Passbild
  • Einkommensnachweise der letzten drei Monate
  • Bestätigung des Arbeitgebers über das Beschäftigungsverhältnis (Formular) und Arbeitsvertrag
  • Meldebestätigung des zuständigen Einwohnermeldeamtes
  • ggf. Nachweis über Sprachkenntnisse
  • Die gemeinsame Vorsprache beider Ehegatten ist erforderlich.

Gebühren:

keine

Kindernachzug zu Ausländern

Für minderjährige ledige Kinder kann eine Aufenthaltserlaubnis beantragt werden, wenn

  • der Ausländer eine Aufenthaltserlaubnis oder Niederlassungserlaubnis besitzt und als Asylberechtigter bzw. Flüchtling nach § 25 Abs. 1 oder 2 AufenthG anerkannt ist oder
  • beide Elternteile oder der allein personensorgeberechtigte Elternteil eine Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis oder Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG besitzen und das Kind seinen Lebensmittelpunkt zusammen mit seinen Eltern oder dem allein personensorgeberechtigten Elternteil in das Bundesgebiet verlegt.

Einem minderjährigen ledigen Kind, welches das 16. Lebensjahr vollendet hat, wird eine Aufenthaltserlaubnis erteilt, wenn es die deutsche Sprache beherrscht oder gewährleistet erscheint, dass es sich in die Lebensverhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland einfügen kann.

Beide Elternteile oder der allein personensorgeberechtigte Elternteil müssen im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis, Niederlassungserlaubnis oder einer Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG sein.

Folgende Unterlagen müssen Sie mitbringen:

  • Antrag
    Formular
  • Meldebestätigung des zuständigen Einwohnermeldeamtes
  • Pass
  • biometrisches Passfoto
  • Geburtsurkunde
  • Mietvertrag
  • Einkommensnachweise der Eltern
    Arbeitgeberbescheinigung (Formular) und Arbeitsvertrag
  • Nachweis der Personensorge
  • gegebenenfalls Nachweis über Sprachkenntnisse (erst ab dem 16. Lebensjahr)
  • Die gemeinsame Vorsprache beider Elternteile oder Sorgerechtsinhaber ist erforderlich.

Hinweis:

Alle ausländischen Urkunden sollten möglichst übersetzt und legalisiert oder mit Apostille vorgelegt werden.

Gebühren:

  • 50,00 bis 60,00 Euro für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis
  • 15,00 bis 30,00 Euro für die Verlängerung einer Aufenthaltserlaubnis
Wir benutzen Cookies
Wir nutzen Cookies auf der Website www.unstrut-hainich-kreis.de. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb unserer Internetseite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies).
Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Website zur Verfügung stehen.