Zuständigkeit der Unteren Denkmalschutzbehörde

Zuständige Untere Bauaufsichtsbehörde sind die Landkreise und die kreisfreien Städte im übertragenen Wirkungsbereich. Hinzukommen alle Städte über 30.000 Einwohner, daher auch die Stadt Mühlhausen, die durch die Verordnung zu großen kreisangehörigen Städten gemäß § 6 der Thüringer Kommunalordnung erklärt und denen die Aufgabe der unteren Bauaufsichtsbehörde übertragen wurde. Für die Stadt Mühlhausen und die Ortsteile Görmar, Felchta, Saalfeld und Windeberg ist zuständig die
 
wappen mhlStadtverwaltung Mühlhausen
Bauordnungsamt
Neue Straße 10
99974 Mühlhausen
Tel.: 03601/452317
Fax: 03601/452314
 
Für die anderen Städte und Gemeinden des Unstrut-Hainich-Kreises ist die zuständige Untere Bauaufsichtsbehörde das
 
wappen uhkLandratsamt Unstrut-Hainich-Kreis
Fachdienst Bau und Umwelt
Thamsbrücker Straße 20
99974 Bad Langensalza
Tel.: 03601/802782
Fax: 03601/ 802783
 
  

Die Prüfung eingehender Anträge und sonstiger Fragen zum Denkmalschutzrecht wird durch den Arbeitsbereich der unteren Denkmalschutzbehörde ausgeführt. Die Aufgabenwahrnehmung erfolgt durch die zuständigen Mitarbeiter im jeweils territorial abgegrenzten Prüfbezirk. Haben Sie ragen, wenden Sie sich bitte an den zuständigen Bearbeiter der unteren Denkmalschutzbehörde, ausgehend davon, in welchem Ort Sie bauliche Maßnahmen durchführen wollen.

Frau Gliemann

Tel.: 03601/802749

 

zuständig für die:

Gemeinde Katharinenberg:

Faulungen, Katharinenberg, Wendehausen, Diedorf, Schierschwende

VG Lengenfeld/Stein:

Lengenfeld/Stein, Hildebrandshausen, Eigenrieden, Struth

Gemeinde Dünwald:

Hüpstedt, Beberstedt, Zaunröden

Gemeinde Anrode:

Bickenriede, Dörna, Hollenbach, Legefeld, Zella

Gemeinde Unstruttal:

Ammern, Horsmar, Dachrieden, Reiser, Kaisershagen, Eigenrode

Gemeinde Menteroda:

Sollstedt, Kleinkeula, Menteroda, Pöthen, Urbach

Gemeinde Heyerode

VG Vogtei:

Oberdorla, Langula, Oppershausen, Niederdorla, Kammerforst

VG Unstrut-Hainich:

Flarchheim, Mülverstedt, Heroldishausen, Weberstedt, Schönstedt, Großengottern, Altengottern, Alterstedt

Gemeinde Weinbergen:

Seebach, Höngeda, Bollstedt, Kleingrabe, Großgrabe

VG Schlotheim:

Obermehler, Großmehler, Mehrstedt, Volkenroda, Körner, Osterkörner, Schlotheim, Marolterode, Hohenbergen, Issersheilingen, Bothenheilingen, Kleinwelsbach, Neunheilingen

 

Frau Matzdorff

Tel.: 03601/802748

 

zuständig für die:

Stadt Bad Langensalza:

und Ortsteile: Waldstedt, Zimmern, Grumbach, Henningsleben, Wiegleben, Aschara, Eckartsleben, Illeben, Nägelstedt, Merxleben, Großwelsbach, Thamsbrück

Gemeinde Herbsleben:

Kleinvargula, Großvargula, Herbsleben

VG Bad Tennstedt:

Kirchheilingen, Blankenburg, Mittelsömmern, Hornsömmern, Haussömmern, Lützensömmern, Kutzleben, Ballhausen, Bad Tennstedt, Bruchstedt, Tottleben, Großurleben, Kleinurleben, Sundhausen, Klettstedt

Untere Denkmalschutzbehörde

Die Erhaltung von Denkmalen ist seit Bestehen des Denkmalschutzgesetzes zu einer wichtigen Aufgabe geworden. Dabei geht es heute nicht mehr nur um einige historische Prunkstücke, wie Kirchen und Schlösser, sondern allgemein um Zeugnisse unserer lebendigen Vergangenheit, um gewachsene Stadt- und Ortsbereiche, um Ensembles, Straßenzüge, Grünanlagen usw. und auch um Einzelgebäude wie z. B. alte Bauernhäuser oder Fabrikanlagen aus der frühindustriellen Zeit. Aus diesem Grund sind die zuständigen Denkmalbehörden verpflichtet, schutzwürdige Gebäude in die Denkmalliste einzutragen.

Bei der Unterhaltung und Umgestaltung von Kulturdenkmalen sind die Bestimmungen des Thüringer Denkmalschutzgesetzes zu beachten. Die Mitarbeiter/innen sind für die Überwachung der Einhaltung dieser Rechtsvorschriften zuständig.

Die UDSB nimmt die Aufgaben zur Erhaltung, Bergung und Bewahrung der Kulturdenkmale im Landkreis wahr. Bei der Erfüllung dieser grundsätzlichen Zielstellungen sind nachfolgende wesentliche Aufgaben durch die untere Denkmalschutzbehörde beim Vollzug des Thüringer Denkmalschutzgesetzes in der Bau- und Bodendenkmalpflege zu lösen.

  • Bearbeitung von baugenehmigungs- und erlaubnispflichtigen Maßnahmen (Neubau, Umbau, Sanierung, Modernisierung, Konservierung, Restaurierung)
  • Erteilung aller denkmalschutzrechtlichen Erlaubnisse gemäß § 13 Thüringer Denkmalschutzgesetz, fachliche Überprüfung der Zumutbarkeit der genehmigungspflichtigen Maßnahmen an Kulturdenkmälern
  • Entscheidung und Erteilung aller denkmalschutzrechtlicher Zustimmungen für baugenehmigungspflichtige Maßnahmen, Zumutbarkeitsprüfungen, Prüfen und Bewerten von Fachgutachten, denkmalpflegerischen Zielstellungen, restauratorischen Gutachten, Bestandsdokumentationen, Entscheidungen für denkmalschutzrechtliche Maßnahmen, Prüfen und fachliches Bewerten des Kunstgutes und Veranlassung der Restaurierung
  • Fachliche Vorbereitung im Einvernehmen mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Prüfung, Stellungnahme, Ablehnung, Entscheidung
  • Prüfung und Erarbeitung von Stellungsnahmen zu regionalen Maßnahmen des Bauplanungsrechts einschließlich Flächennutzungspläne, Ortsgestaltungssatzungen, Abrundungssatzungen, Bebauungspläne, Vorhaben- und Erschließungspläne
  • Entscheidung über die Einleitung von Schutzmaßnahmen und Einleitung von Verwaltungsverfahren bei Verstößen gegen das Denkmalschutzgesetz,
  • Abwägung und Veranlassung von Ordnungswidrigkeitsverfahren, Zwangsgeldandrohungen nach Ermessen und Zumutbarkeit, Bearbeitung von Widerspruchsverfahren
  • Fachliche Beratung von öffentlichen und privaten Bauträgern und Eigentümern für Vorhaben an Kulturdenkmälern, bei Denkmalensembles und des Umgebungsschutzes, Einsatz von finanziellen Zuschüssen, Berechnung und Stellungnahmen zu Steuervergünstigungen

Ratschläge für den eiligen Bauherrn

"Zeit ist Geld" - diese Devise ist gerade beim Bauen von Bedeutung und deshalb werden nachfolgend Wege aufgezeigt, die zur Beschleunigung des Baugenehmigungsverfahrens beitragen.

  • Wesentlich ist die Auswahl eines fachkundigen Entwurfsverfassers, der eine genehmigungsfähige Planung erarbeitet.
  • Die erforderlichen Nachbarunterschriften sind rechtzeitig vor Stellung
  • des Bauantrages einzuholen. Bemühen Sie sich um Zustimmung aller Nachbarn.
  • Reichen Sie den Bauantrag mit vollständigen Unterlagen ein. Unvollständige Bauanträge sind in der Praxis die häufigste Ursache für längere Bearbeitungszeiten.
  • Wenn Sie im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus bauen wollen, so sollten Sie bereits mit dem Bauantrag auch Ihren Förderantrag einreichen. Um Umplanungen wegen des Förderrechts zu vermeiden, sollten Sie schon den Vorentwurf Ihres Bauplanes mit der Bewilligungsstelle besprechen. In jedem Fall dürfen Sie erst mit dem Bau beginnen, wenn der Förderantrag genehmigt ist oder die Bewilligungsstelle dem vorzeitigen Baubeginn zustimmt.
  • Bemühen Sie sich, Ihren Bauantrag rechtzeitig vor der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung bzw. des Bauausschusses einzureichen. Dies ist vor allem bei längeren sitzungsfreien Perioden in der Ferienzeit bedeutsam.
  • Machen Sie bei problematischen Bauvorhaben von der Möglichkeit der Bauvoranfrage Gebrauch.
  • Vermeiden Sie möglichst Planungen, für die Sie eine Abweichung, Ausnahme oder Befreiung brauchen (zusätzliche Zustimmungserfordernisse).
  • Reichen Sie die Bauvorlagen in einer Anzahl ein, die eine gleichzeitige Beteiligung der Fachbehörden ermöglicht.

Sonstige Hinweise zum Bauen für den Bauherrn

Wer sind bei meine Ansprechpartner?

Die ersten und wichtigsten Informationen erhalten Sie bei Ihrer Gemeinde- und Stadtverwaltung und bei Ihrem zuständigen Landratsamt. Diese Behörden sind immer auf dem neuesten Stand der Vorschriften, die für Ihr Bauvorhaben bestehen.

Bei der Wahl der Unternehmen überzeugen Sie sich selbst von dessen Leistungsfähigkeit. Der billigste Anbieter ist nicht immer der günstigste. Keinesfalls sollten Sie bei einem Bauunternehmen ohne einen konkreten Auftrag ein "Haus" bestellen. Selbst wenn Sie sich einen Teil der Arbeiten selbst zutrauen, sollten Sie auf den Architekten bei der Planung und Ausführung nicht verzichten, da er die vielschichtigen Probleme, die auftreten können, aufgrund seiner Ausbildung und Berufserfahrung besser kennt und einschätzen kann. Der Architekt wahrt nicht nur Ihre Interessen gegenüber den Bauhandwerkern, er weiß auch, die notwendigen Unterlagen zu besorgen und richtig auszufüllen.

Baufinanzierung

Immer wieder stellen die Baubehörden fest, dass sich gerade im individuellen Einfamilienhausbau die Bauherrn finanziell übernehmen. Es kommt in vielen Fällen zu Zwangsversteigerungen und Pfändungen. Analog geschieht dies beim Kauf von gebrauchten Immobilien, wenn diese mit hohem finanziellen Aufwand instand gesetzt, umgebaut und modernisiert werden sollen. Finanzierungen vorher klären! Ohne eine gesicherte und rechtzeitig zur Verfügung stehende Finanzierung sollte man keine Baumaßnahme beginnen und keinen Kaufvertrag unterschreiben. Manche Darlehen werden erst mit dem Abschluss der Baumaßnahme ausgezahlt und deshalb muss eventuell eine Zwischenfinanzierung eingeplant werden. Für gute Beratung sollte man gewisse Zeit einplanen. Sie sollte qualifiziert und transparent sein. Holen Sie sich verschiedene Angebote ein und vergleichen Sie die Pläne miteinander. Vor allem Banken sparen. Bausparkassen können Sie zu diesen Fragen umfassend und erschöpfend beraten. Abzüglich Ihres Eigenkapitals und der Eigenleistung, die Sie erbringen können, benötigen Sie für die Finanzierung Ihrer Immobilie Fremdkapital. Entweder Sie verfügen über zuteilungsreife Bausparverträge in entsprechender Höhe oder Sie nehmen einen Kredit über eine Bank auf. Die Bank bewertet Ihre Immobilie und übergibt Ihnen je nach finanzieller Situation bis zu 60 % Ihres Immobilienwertes einen Hypothekkredit. Das bedeutet, dass dieser Kredit im Falle einer späteren Zwangsversteigerung wegen Zahlungsunfähigkeit zuerst bedient werden muss. Ausreichendes Eigenkapital (in der Regel mindestens 20 - 30 %) ist deshalb erforderlich. Dabei gilt natürlich die Eigenleistungsfähigkeit lieber unter- als überschätzen, also "konservativ" bewerten. Zu den Eigenmitteln zählen auch nicht rückzahlbare Zuschüsse des Bundes und Landes.

Bei der Berechnung der Gesamtkosten sind die Grundstücks-, Erschließungs-, allgemeinen Baukosten, Kosten für die Außenanlagen und nicht unerhebliche Baunebenkosten zu berücksichtigen. Zu diesen Baukosten kommen in der Regel noch weitere Kosten wie z. B. Umzug, notwendige Einrichtung, Kosten für die spätere notwendige Einmessung hinzu.

Wie hoch sollte die monatliche Belastung sein?

Die Belastung aus dem aufgenommenen Darlehen muss langfristig tragbar sein. Schließlich laufen normale Hypothekkredite mehr als 20 Jahre. Als Faustregel gilt daher, dass die monatlichen Zahlungen für Zinsen und Tilgung etwa 30 - 40 % des Familiennettoeinkommens nicht übersteigen sollten. Dazu ist zu empfehlen, einen Finanzierungsplan zu erarbeiten.

Finanzierungshilfen des Bundes und der Länder

Im Interesse einer gezielten und gerechten Förderung des Wohnungsbaus gibt es eine ganze Reihe von Förderprogrammen und staatlicher Hilfe. Auskunft dazu erteilen die Mitarbeiter des Arbeitsbereiches Wohnungsbauförderung im Landratsamt. Steuerliche Förderung nach dem Eigenheimzulagegesetz kann ebenfalls genutzt werden. Dazu sind die Finanzämter die entsprechenden Ansprechpartner. Zu prüfen ist, ob die Gewährung von Wohngeld in Betracht kommt. Dazu sind die zuständigen Wohngeldstellen der Landratsämter und Kommunen zu konsultieren.

Zur finanziellen Vorsorge der Familie

Die Familie sollte geschützt sein. Deshalb ist anzuraten, an verschiedene Versicherungen, z. B. Kapital- oder Risikolebensversicherung, Restschuldversicherung, Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherung, zu denken. Die Finanzierung sollte so aufgebaut sein, dass die vollständige Rückzahlung des aufgenommenen Darlehens bis zum Eintritt des Ruhestandes erfolgt ist, denn das ist die beste Vorsorge für ein finanziell sorgenfreies Wohnen im Alter.

Auswahl des Baugrundstücks

Die Auswahl eines Baugrundstücks ist der erste entscheidende Schritt zur Verwirklichung Ihres Bauvorhabens, mit dem Sie zumeist eine langfristige Bindung an einen Standort eingehen.

Erschließung

Ein wesentlicher Punkt für die Bebaubarkeit eines Grundstücks ist die gesicherte Erschließung, d. h., das Grundstück muss in angemessener Breite an einer befahrbaren öffentlichen Verkehrsfläche liegen oder mit einer öffentlich-rechtlich gesicherten Zufahrt daran anliegen. Des Weiteren müssen die Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen benutzbar und die Abwasserbeseitigung entsprechend den wasserrechtlichen Vorschriften gewährleistet sein.

Rechtliche Vorüberlegungen

Der Grundstückseigentümer und/oder /-käufer sollte sich zunächst bei der zuständigen Planungs- und Bauaufsichtsbehörde erkundigen, ob das Grundstück nach den planungsrechtlichen Eigenschaften und dem Stand der Erschließung tatsächlich ein Baugrundstück ist und wie es bebaut werden darf. Kann auf dem ins Auge gefassten Grundstück überhaupt das geplante Bauvorhaben verwirklicht werden? Gleiches gilt auch für bebaute Grundstücke. Hierbei sollte den folgenden Fragen besondere Beachtung geschenkt werden:

  • Welche Möglichkeiten der Bebauung bestehen hinsichtlich der Grundstückslage, der Grundstücksgröße und des Zuschnitts?
  • Welche Festsetzungen und Baubeschränkungen trifft der Bebauungsplan oder die Gestaltungssatzung, falls vorhanden?
  • Welche Baubeschränkungen ergeben sich durch die Umgebungsbebauung, falls kein Bebauungsplan vorliegt (Einfügen in die Eigenart der vorhandenen Bebauung)?
  • Liegt es evtl. im Außenbereich (außerhalb des Geltungsbereichs eines qualifizierten Bebauungsplanes, außer eines im Zusammenhang bebauten Ortsteiles)?
  • Wie sieht es mit der Baureife und der Erschließung des Grundstücks aus, ist eine ausreichend ausgebaute Zufahrtsstraße vorhanden, können Anschlüsse an die Versorgungs- und Entsorgungsleitungen (Gas, Strom, Wasser, Abwasser) kurzfristig hergestellt werden, was lässt sich in Bezug auf die Tragfähigkeit des Baugrunds und die Grundwasserverhältnisse feststellen? Gegebenenfalls ist vor Baubeginn ein Baugrundgutachten einzuholen.
  • In welcher Höhe sind Zahlungen für Erschließungsträger zu erwarten?
  • Tangieren durchgehende Versorgungsleitungen (unterirdisch oder als Freileitung) das Baugrundstück?
  • Wie ist das Grundstück im Grundbuch belastet (z.B. durch Grunddienstbarkeiten, die die Bebauungsmöglichkeiten einschränken können)?
  • Sind für das Baugrundstück Baulasten eingetragen? Das Baulastenverzeichnis wird bei der Bauaufsichtsbehörde geführt.
  • In welcher Entfernung befinden sich Arbeitsplatz, Schule, Kindergarten, die erforderlichen Einkaufsmöglichkeiten und wie ist die Verkehrsverbindung dorthin?
  • Falls über die Bebaubarkeit eines Grundstücks Zweifel bestehen, empfiehlt es sich, Kontakt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bauaufsichtsbehörde aufzunehmen und ggf. eine Bauvoranfrage einzureichen.
  • Welche Störungen sind zu erwarten? Industrie, Gewerbe, landwirtschaftliche Betriebe, Straßen in der Nähe des Baugrundstücks können zu Beeinträchtigungen führen. Bestehen Planungen, die zu Belästigungen führen können, oder sind solche zu erwarten? Sie sollten den Flächennutzungsplan einsehen und erfragen, welche Planungen in der Nähe des Baugrundstücks vorgesehen sind.

Grundstückswert

Auskünfte über Bodenwerte von Grundstücken erhalten Sie bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses (Anschrift: Thüringer Landesamt für Vermessung und Geoinformation, Katasterbereich Leinefelde-Worbis, Bahnhofstraße 18, 37339 Leinefelde-Worbis, Tel. 036074/204203). Aufgrund von Kartenübersichten können Sie dort die jeweils aktuellen Bodenrichtwerte in Erfahrung bringen, die einen ersten guten Anhaltspunkt für Grundstückspreise darstellen. Dieser Wert stellt jedoch nicht den Preis dar, der auf dem freien Markt erzielt wird.

Nebenkosten

Beim Grundstückskauf ist zu beachten, dass neben den Grundstückskosten zumindest noch folgende Nebenkosten hinzukommen:

  • Grunderwerbssteuer
  • Notariats- und Grundbuchkosten
  • Erschließungskosten ggf. für Straßen-, Kanal- und Wasseranschluss
  • ggf. weitere Kosten (Vermessung, Makler)

Erschließungsbeiträge für den Straßenausbau, die Abwasser- und Wasserversorgung

Ist Ihr Grundstück noch nicht erschlossen oder wird aufgrund der Teilung eines alten größeren Grundstücks in mehrere Bauplätze eine erneute Erschließung notwendig, sollten Sie diese Kosten in der Finanzplanung berücksichtigen. Das Bauamt der zuständigen Gemeinde informiert Sie. Auch wenn bereits eine Straße an Ihr Grundstück führt, können dennoch Beiträge für den Straßenausbau, den Kanal und die Wasserversorgung anfallen.

Der Beitrag für den Straßenausbau richtet sich nach den tatsächlich entstehenden Kosten. Obgleich die Gemeinde einen Teil der Kosten übernimmt, haben Sie als Grundstückseigentümer den größten Anteil an den Straßenbaukosten zu übernehmen. Die Höhe der Kosten hängt von vielen Faktoren ab: So können breite Gehwege auf beiden Seiten, verkehrsberuhigende Maßnahmen, Grünflächen mit Bäumen oder Parkplätze die Straßenkosten verteuern. Die Kanal- und Wasserversorgungsbeiträge richten sich nach der Grundstücksgröße und dem Gebäudevolumen. Aktuelle Berechnungswerte für die zu erwartenden Beiträge erhalten Sie vom Bauamt der zuständigen Gemeindeverwaltung.

Sonstige Nebenkosten

Beim Grundstückskauf können weitere Nebenkosten Ihren Geldbeutel belasten. Ist Ihr Grundstück noch nicht amtlich vermessen, kommen Vermessungsgebühren in Abhängigkeit von der Größe und dem Wert des Grundstückes sowie dem Zeitaufwand für die Vermessung auf Sie zu. Haben Sie ein Grundstück/Haus über einen Makler erworben, fällt die individuelle Maklerprovision an.

Wir benutzen Cookies
Wir nutzen Cookies auf der Website www.unstrut-hainich-kreis.de. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb unserer Internetseite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies).
Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Website zur Verfügung stehen.