Übernahme von Kostenbeiträgen nach § 90 SGB VIII (Sozialgesetzbuch, Achtes Buch, Kinder- und Jugendhilfe)

Jedes Kind mit gewöhnlichem Aufenthalt in Thüringen hat gemäß dem Thüringer Kindertageseinrichtungsgesetz vom vollendeten 1. Lebensjahr bis zum Abschluss der Grundschule einen Rechtsanspruch auf Bildung, Erziehung und Betreuung in einer Kindertageseinrichtung.

Für Kinder bis zum vollendeten 1. Lebensjahr ist ein bedarfsgerechtes Angebot vorzuhalten, wenn die familiäre Situation, insbesondere die Erwerbstätigkeit, die häusliche Abwesenheit wegen Erwerbssuche, die Teilnahme an einer Maßnahme der Arbeitsförderung nach § 3 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch oder die Aus- und Fortbildung der Eltern oder ein besonderer Erziehungsbedarf eine Tagesbetreuung erfordern.

Kindertageseinrichtungen im Sinne dieses Gesetzes sind familienunterstützende Einrichtungen, in denen Kinder tagsüber gebildet, erzogen und betreut werden. Sie gliedern sich in:

  • Kindergärten (Kinderkrippen) für Kinder bis zum Schuleintritt
  • Kinderhorte für schulpflichtige Kinder bis zum Abschluss der Grundschule
  • gemeinschaftlich geführte Einrichtungen für Kinder verschiedener Altersgruppen

Eltern haben das Recht, im Rahmen freier Kapazitäten zwischen verschiedenen Kindertageseinrichtungen sowie den Angeboten der Kindertagespflege am Wohnort oder

in einem anderen Ort zu wählen.

Für die Inanspruchnahme von Angeboten der Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen können Kostenbeiträge (auch als Kindertagesstättenbeiträge oder Elternbeiträge bezeichnet) festgesetzt werden.

Wenn Eltern nicht in der Lage sind, die festgelegten Kostenbeiträge für eine Kindertagesstätte zu bezahlen, können sie einen Antrag auf die Übernahme der Kosten stellen.

Die Kostenbeiträge sollen auf Antrag gemäß § 90 Absatz 3 SGB VIII (Sozialgesetzbuch, Achtes Buch, Kinder- und Jugendhilfe) ganz oder teilweise vom Träger der öffentlichen Jugendhilfe übernommen werden, wenn die Belastung den Eltern und dem Kind nicht zuzumuten ist. Für die Feststellung der zumutbaren Belastung gelten die §§ 82 bis 85, 87, 88 und 92a des SGB XII (Sozialgesetzbuch, Zwölften Buch, Sozialhilfe).


Zur Bearbeitung der Übernahme der Kostenbeiträge werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Antrag, vollständig ausgefüllt und unterschrieben vom Antragsteller sowie mit Vermerk vom Kindergarten
  • Einkommensnachweise der Eltern des Kindes, die mit dem Kind in häuslicher Gemeinschaft leben, ob verheiratet oder nicht, wie:
    • Arbeitseinkommen der Mutter/des Vaters (die jeweils drei aktuellsten Belege)
    • Belege über andere Einkünfte, wie Urlaubsgeld/Weihnachtsgeld/ einmalige Zuwendungen
    • Bescheid über Arbeitslosengeld I bzw. Arbeitslosengld II (Hartz IV)
    • sämtliches Einkommen aus Nebentätigkeiten
    • Bescheid über Sozialhilfe
    • Bescheid über Ausbildungsförderung (BAföG)
    • Bescheid über Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
    • Bescheid über Elterngeld
    • Nachweis über Mutterschaftsgeld
    • Nachweis über Unterhalts- bzw. Unterhaltsvorschusszahlungen für Kinder
    • Nachweis über Ehegattenunterhalt
    • Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung
    • Nachweis über Kindergeld (aktueller Kontoauszug)
    • Bescheid über Kinderzuschlag
    • Bescheid über Wohngeld bzw. Lastenzuschuss
    • Das Einkommen des Ehepartners bzw. des Partners in eheähnlicher Gemeinschaft, der nicht leiblicher Elternteil des Kindes ist, wird nicht benötigt, wohl aber die Angabe, dass der Antragsteller mit weiteren Personen zusammen lebt (d.h. alle Haushaltsangehörigen sind anzugeben).
  • Kosten der Unterkunft
    • vollständiger Mietvertrag zum Nachweis der Wohnkosten (Kaltmiete und allgemeine Nebenkosten, keine Heiz-und Warmwasserkosten)
    • Belastungen bei Eigenheim oder Wohneigentum (monatliche Zinsbelastung für Baudarlehenskredite für selbst genutztes Wohneigentum - Kontoauszug oder Jahresabrechnung, Grundstückssteuer, Gebäudeversicherung, Müllgebühren, Schonsteinfegergebühren)
  • sonstige Belastungen
    • Nachweis über Unterhaltsleistungen für weitere nicht im Haushalt lebende Kinder / Ehegattenunterhalt
    • Nachweise über notwendige Versicherungen (Haftpflicht-, Hausrat-, Unfall-, Kinderunfall-, Kranken- und Rentenversicherung)
    • Nachweis über berufsbedingte Aufwendungen (Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnort und Arbeitsstätte - einfache Wegstrecke, Aufwendungen für Arbeitsmittel, Aufwendungen für doppelte Haushaltsführung)

Amt für Ausbildungsförderung

Bildung im Unstrut-Hainich-Kreis

Neben den Standortfaktoren wie Wirtschaft und Infrastruktur oder der Tourismus spielt auch der Standortfaktor Bildung eine große Rolle bei der Charakterisierung des Unstrut-Hainich-Kreises. Der Kreis kann auf eine breitgefächerte Palette von Einrichtungen der verschiedenen Bildungswege verweisen. Dazu gehören alle Schulen, der Berufsschulcampus Unstrut-Hainich und die Berufsbildende Schule für Gesundheit und Soziales, aber auch weitere vielfältige Angebote.

Schulen (Stand 2018):

  • 4 Gemeinschaftsschulen
  • 20 Grundschulen
  • 10 Regelschulen
  • 5 Gymnasien
  • 2 Förderzentren
  • 1 Berufsbildende Schule

in freier Trägerschaft:

  • 1 evangelische Grundschulen
  • 1 evangelisches Schulzentrum (Gymnasium, Regelschule, Grundschule)
  • 2 Förderschulen in freier Trägerschaft
  • 2 Grundschulen der THEPRA

Desweiteren wird durch die Beruflichen Schulen für die qualifizierte Ausbildung der jungen Menschen im Rahmen des dualen Systems sowie im Vollzeitbereich ein weitgefächertes Bildungsangebot zur Verfügung gestellt.

Die Beruflichen Schulen des Kreises sind durch die meisten europäischen Austauschprogramme im Land Thüringen bekannt.

Berufsschulcampus Unstrut-Hainich

Sondershäuser Landstraße 39
99974 Mühlhausen
Tel.: 0 36 01 / 4 50 - 0
Internet: www.bsc-uh.de
Schulleiter: Herr Ritter

 

Übersicht der Ausbildungsfachrichtungen an dieser Einrichtung

Vollzeitbereich:

  • Berufliches Gymnasium
  • Fachoberschule
  • Höhere Berufsfachschule
  • Berufsfachschule
  • BVJ (Berufsvorbereitungsjahr)

 

überwiegend duale Ausbildung:

 Abteilungen mit Abteilungsleitern:

  • Soziales - Herr Albrecht
  • Handel/Gast - Herr Roth
  • Fachschule für Technik - Herr Friedemann
  • Wirtschaft/Verwaltung - Herr Breitenstein
  • Elektro/Metall - Herr Böttcher
  • Gesundheit/Umwelt - Herr Ackermann
  • Berufliches Gymnasium - Frau Schmidt

 

 

Ausbildungsmöglichkeiten in der Region

Der eher ländlich geprägte Unstrut-Hainich-Kreis kann mehr bieten als vielleicht auf den ersten Blick vermutet wird. Wirklich viele hier ansässige Unternehmen sind weltweit tätig, entwickeln und produzieren erstklassige und innovative Produkte, die aufgrund Ihrer Qualität und Leistung zu den Marktführern zählen. Die Bildungsträger und weiterführenden Schulen können Sie alternativ so qualifizieren, dass Sie Ihren beruflichen Träumen näher kommen, ohne weit von zu Hause weggehen zu müssen.

Was die Region für Sie so attraktiv macht, ist die Verbindung von erstklassiger Ausbildung in einem Ihnen bekannten Umfeld auf kurzen Wegen im Kreis Ihrer Freunde und Familie, die Sie nicht extra verlassen müssen, um in den Berufsalltag einzusteigen.

Ob Hightech oder familiärer Kleinbetrieb, moderne Forschung oder echtes Handwerk – Nutzen Sie die Lehrstellenbörse der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer Erfurt! Hier finden Sie bestimmt was Sie suchen.

Förderung über die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung des Freistaates Thüringen mbH (GfAW)

Existenzgründungshilfe

Gefördert werden:

Existenzgründungshilfen:

  • Frauen,
  • Männer über 45 Jahre,
  • Jugendliche unter 25 Jahren,
  • Rehabilitanden sowie Schwerbehinderte und Gleichgestellte gemäß SGB IX mit einem anerkannten Grad der Schwerbehinderung von mindestens 30 %, die arbeitslos gemeldet sind und ihren Hauptwohnsitz in Thüringen haben
  • Langzeitarbeitslose nach einer gemeldeten Arbeitslosigkeit von mindestens 12 Monaten mit Hauptwohnsitz in Thüringen
  • Absolventen und Abgänger von Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen oder anderen wissenschaftlichen Einrichtungen, die 6 Monate oder länger arbeitslos gemeldet sind und ihren Hauptwohnsitz in Thüringen haben

Existenzgründerpass:

siehe Zielgruppen für Existenzgründungshilfe und sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer, die eine Existenzgründung in Thüringen beabsichtigen und ihren Wohnsitz in Thüringen nachweisen

Voraussetzungen für eine Förderung sind:

Existenzgründungshilfe:

  • Vorliegen einer befürwortenden Stellungnahme zur fachlichen Qualifizierung des Gründers und eine Einschätzung der fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit der Gründung
  • Teilnahme an geeigneten Seminaren kann ein Kriterium der fachlichen Qualifikation sein

Existenzgründerpass:

Vorlage eines individuellen Betreuungsplanes, der vom Antragsteller gemeinsam mit einer fachkundigen Stelle erstellt wird (z. B. IHK, HWK etc.)

Art, Dauer und Höhe der Förderung

Existenzgründungshilfe:

  • Zuschuss von 600 Euro pro Monat für die Dauer von 12 Monaten (max.7.200 Euro)
  • Förderung nur, wenn kein Anspruch auf Leistungen nach § 57 SGB III (Überbrückungsgeld) oder § 421 SGB III (Existenzgründerzuschuss "Ich-AG") besteht und kein Einstiegsgeld gemäß § 29 SGB II gewährt wird

Existenzgründerpass:

Zuschuss für Beratungs- und Qualifizierungsleistungen bis zu einer Höhe von 1.500 Euro einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer (enthalten sind Honorarkosten bis zu einer Höhe von 626,40 Euro je Tagwerk einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer)

Der Antrag auf Existenzgründungshilfe muss rechtzeitig formgebunden an die zuständige Regionalstelle der GfAW oder das Servicecenter gestellt werden.

HINWEIS:

Dieses Förderprogramm wurde bis voraussichtlich Juni 2007 verlängert.

Weitere Informationen zu dieser Förderrichtlinie können Sie im

Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis
Regionalmanagement
Tel.: ( 0 36 03 ) 80 25 28 oder bei der

Regionalstelle der GfAW in Nordhausen
Servicecenter
Tel.: ( 03 61) 22 23 - 0
www.gfaw-thueringen.de

erhalten.

Schwer vermittelbare Arbeitslose

Gefördert werden:

a) Nachstehende Personengruppen, die arbeitslos sind und ohne Unterstützung nur schwer auf dem Arbeitsmarkt vermittelbar sind:

  • Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren,
  • Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung, die kein Abitur oder einen vergleichbaren Abschluss haben,
  • Alleinerziehende,
  • Personen über 50 Jahre,
  • Suchtkranke und Strafentlassene;

b) Personen, die nach mindestens zweijähriger Unterbrechung der Erwerbstätigkeit wieder in das Erwerbsleben eintreten wollen;

c) Langzeitarbeitslose, d.h. Personen, die in den vergangenen 16 Monaten mindestens 12 Monate arbeitslos waren;

d) Behinderte, d.h. Personen mit einer anerkannten schweren körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigung von mindestens 30 %;

e) Wanderarbeiter und ethnische Minderheiten im Sinne der Verordnung der Europäischen Kommission VO (EG) Nr. 2204/2002.

Die Antragstellung erfolgt über den Arbeitgeber mit Sitz oder Niederlassung im Freistaat Thüringen.

Voraussetzungen für eine Förderung sind:

  • Schaffung eines zusätzlichen Dauerarbeitsplatzes
  • Begründung eines unbefristeten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses, das tariflichen Vereinbarungen oder, soweit solche nicht bestehen, zumindest ortsüblichen Bedingungen entspricht
  • Rechtzeitige Antragstellung vor Beginn des Beschäftigungsverhältnisses

Art, Dauer und Höhe der Förderung:

  • Zuschuss in Höhe von bis zu 50 %, bei Behinderten bis zu 60 %, des Bruttoentgelts einschließlich der Arbeitgeberanteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag für die Dauer von bis zu 6 Monaten, maximal jedoch 7.500 Euro
  • bei Teilnehmern am Jugendsofortprogramm Thüringen wird der Zuschuss für die Dauer von bis zu 12 Monaten gewährt, maximal jedoch 12.500 Euro

Der Antrag muss rechtzeitig formgebunden spätestens am Tag vor Beginn des Beschäftigungsverhältnisses bei der zuständigen Regionalstelle oder im Servicecenter der GfAW gestellt werden.

HINWEIS:

Dieses Förderprogramm wurde bis voraussichtlich Dezember 2007 verlängert.

Weitere Informationen zu dieser Förderrichtlinie können Sie in der

Regionalstelle der GfAW in Nordhausen
Servicecenter
Tel.: ( 03 61) 22 23 - 0
www.gfaw-thueringen.de

erhalten.

 

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