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Riesenbärenklau

Der Riesenbärenklau ist als invasive gebietsfremde Art in Thüringen und damit auch im Unstrut-Hainich-Kreis weitverbreitet. Er beeinträchtigt die Vegetationsstruktur, indem andere Pflanzen verdrängt werden. Der Kontakt mit Pflanzenteilen bzw. -saft führt in Verbindung mit Sonnenlicht zu verbrennungsartigen Hautreaktionen beim Menschen.
Die Pflanzen kommen generell besonders entlang der Ufer von Gewässern, auf Wiesen, Brachland und Weiden vor. Das hängt damit zusammen, dass sich die Samen nicht nur durch den Wind, sondern auch auf dem Wasserwege verbreiten können.


Stellen die Pflanzen Gefahren für Menschen dar (z. B. in der Nähe von Spielplätzen), werden sie auf Veranlassung der für die allgemeine Gefahrenabwehr zuständigen Ordnungsämter beseitigt.
Die dauerhafte Beseitigung der Pflanzen ist aufwendig. Auf Grund der toxischen Wirkung des Pflanzensaftes ist hierbei geeignete Schutzkleidung erforderlich. Bei Einzelpflanzen und kleinen Beständen sollte die Wurzel entfernt und zerteilt werden, damit sie nicht von neuem austreibt. Ferner ist eine Nachkontrolle über eine längere Zeit erforderlich, um neue Keimlinge zu beseitigen. Wichtig ist, die Verbreitung der Samen zu verhindern. Diese bildet die Pflanze in großer Zahl aus, weswegen bereits die Blütendolden zur Verhinderung der Samenbildung abgeschnitten und dicht verpackt über den Hausmüll entsorgt werden sollten.


Wichtige Verhaltenshinweise bestehen darin, den Riesenbärenklau nicht in Gärten oder der freien Natur auszubringen. Ferner ist der Hautkontakt mit den Pflanzen zu vermeiden.
Eine systematische Erhebung der Vorkommen des Riesenbärenklaus im Unstrut-Hainich-Kreis durch die untere Naturschutzbehörde erfolgt nicht. Daher kann keine Aussage zu Trends gemacht werden. Die Pflanze kann jedoch durch ihr Wuchsverhalten, mit dem sie anderen Pflanzen überlegen ist, und durch die effektive Verbreitung der in großer Zahl gebildeten Samen in wenigen Jahren große Verbreitung erlangen.


Der Riesenbärenklau wird unter den invasiven gebietsfremden Pflanzenarten wahrscheinlich am meisten bekämpft, was sicher auch auf die toxische Wirkung zurückzuführen ist.
An vergleichbaren invasiven Arten wäre eventuell die Orientalische Zackenschote zu nennen. Sie hat sich in den vergangenen Jahren sehr stark ausgebreitet. Die Pflanzen finden sich entlang von Feld-, Weg- und Straßenrändern und auf Brachland. Auf Grund ihrer gelben Blütenfarbe und einer ähnlichen Blühzeit wird sie oft fälschlicherweise als Raps angesehen. Im Unstrut-Hainich-Kreis ist sie z. B. zwischen Großengottern und Bad Langensalza entlang der B 247 zu finden. Der Aufwand für die Beseitigung auch dieser Pflanze ist relativ hoch, weil hier ebenfalls die Wurzeln ausgestochen werden müssen oder eine häufige Mahd über einen längeren Zeitraum erfolgen muss.


Näheres zu dieser Pflanze ist z. B. dem beigefügten Faltblatt aus Jena entnehmbar.
Eine aktuelle Veröffentlichung zu invasiven gebietsfremden Arten (auch Tiere) in Thüringen hat die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie herausgegeben: Westhus, W., U. Bößneck, F. Fritzlar, H. Grimm, H. Grünberg, R. Kleemann, D. v. Knorre, H. Korsch, R. Müller, C. Serfling & W. Zimmermann (2016): Invasive gebietsfremde Tiere und Pflanzen in Thüringen – welche Arten bedrohen unsere heimische Natur? – Landschaftspflege u. Naturschutz Thür. 53, 4: 44 S.

 

 

Dr. Trutschel
TL UNB

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