Fördermittel für den Breitbandausbau bewilligt

Der langersehnte finale Fördermittelbescheid des Bundes für den Breitbandausbau im Unstrut-Hainich-Kreis ist Anfang November im Landratsamt eingegangen. Damit stehen Bundesmittel in Höhe von rund 7.700.000 € zur Verfügung, um 1.500 bisher unterversorgte Haushalte, 89 Gewerbebetriebe und institutionelle Nachfrager sowie 60 Schulstandorte mit Glasfaseranschlüssen auszubauen. Durch das Förderprogramm werden bestehende Versorgungslücken geschlossen, bei denen sich ein eigenwirtschaft­licher Ausbau für die Telekommunikationsunternehmen aufgrund der zu hohen Kosten nicht lohnt.

Im Unstrut-Hainich-Kreis profitieren vom Ausbau 13 Gemeinden, sowie in weiteren 8 Gemeinden Schulstandorte. Nach über 2 Jahren intensiver Arbeit für die Planung und Antragstellung der Infrastrukturmaßnahme ist jetzt endlich der Vertragsabschluss mit dem Netzbetreiber in Sicht. Aufgrund der mehrmaligen Aktualisierung der Förderbedingungen mussten die Förderanträge immer wieder angepasst werden. Dadurch eröffnete sich aber für den Landkreis auch die Möglichkeit, die Schulstandorte in das Förderprogramm mit aufzunehmen und die neue Gigabit-Ausbaustrategie des Bundes umzusetzen. Bei dem geförderten Netzausbau werden Glasfaser­leitungen direkt bis zum Gebäude verlegt. Damit stehen jedem angeschlossenen Nutzer Datenübertragungsraten von 1 Gbit/s zur Verfügung.

Nach Vorliegen des finalen Fördermittelbescheids des Landes Thüringen, der zurzeit in Erfurt erarbeitet wird, kann dann in Kürze mit dem wirtschaftlichsten Anbieter der Zuwendungsvertrag unterzeichnet werden und der Netzausbau beginnen. Das Landratsamt erwartet die Vertragsunter­zeichnung noch in diesem Jahr. Voraus­gegan­gen war entsprechend der vergaberechtlichen Vorschriften ein mehrstufiges Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb, an dem sich mehrere Unternehmen aus Deutschland beteiligten. Landrat Harald Zanker ist erfreut, dass durch diese geförderte Infrastrukturmaßnahme auch in den ländlichen geprägten Regionen die neuen digitalen Anwendungen zukünftig besser genutzt werden können.