Landesprogramm Familie fördert weitere Projekte im Unstrut-Hainich-Kreis

Die ersten Förderbescheide aus dem Landesprogramm Familie wurden bereits Ende Februar vom Landrat übergeben. Damals reichte er 260.570,03 EUR an Vereine und Kommunen aus. Das Landesprogramm, welches der Fachaufsicht des Sozial- und Gesundheitsministeriums unterliegt, wird gezielt zur Ausgestaltung von Familienangeboten in den Kreisen und kreisfreien Städten von Thüringen genutzt.

Die Dorfkümmerer in Dünwald und Herbsleben zählen auch dazu. Sie sind Seismographen für die Anliegen der Bewohner und Initiativen in ihren Gemeinden, bilden die Schnittstelle zu den Bürgermeistern und unterstützen bei der Lösungssuche. Damit sie gut erreichbar sind, bieten sie feste Sprechzeiten an. Ihre Einsatzfelder sehen ganz unterschiedlich aus. Mitunter bieten sie auch individuelle Hilfestellungen an, bspw. bei der Beantragung von technischen und medizinischen Hilfsmitteln oder anderen Unterstützungsmaßnahmen für ältere Menschen. Das ist wichtig, gerade für diejenigen, die keine Familienangehörigen in ihrer Nähe haben. Ein weiterer Dorfkümmerer ist jetzt in Schönstedt dazugekommen. Herr Jörg Mußbach wird sich zukünftig, immer montags im Begegnungszentrum Schönstedt den Anliegen der Menschen in Schönstedt und Alterstedt annehmen. Den Förderbescheid dazu gab es letzte Woche an die Gemeinde Unstrut-Hainich, welche die Verwaltungsaufgaben für Schönstedt erfüllt.

Neben dem Dorfkümmerprojekt erhielten auch die beiden Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche finanzielle Mittel vom Landkreis. 28.800 EUR wurden dem Diakonischen Werk Eichsfeld-Mühlhausen für die Beratungsstelle in der Bad-Nauheimer-Straße in Bad Langensalza bewilligt. Der Bescheid an den Arbeiter-Samariter-Bund umfasste 37.800 EUR für seine Anlaufstelle am Lindenbühl in Mühlhausen. Kurse zur Stärkung der Eltern-Kind-Beziehungen und zur Förderung der kindlichen Entwicklung in den ersten Lebensjahren werden in diesem Jahr unter anderem mit einem Betrag von 1.804,50 EUR gefördert. Das ist weniger als ursprünglich beantragt, was darin liegt, dass diese Angebote aufgrund der erforderlichen Kontakteinschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus bis auf weiteres nicht durchgeführt werden können. Besser sieht es da bei den Thüringer-Eltern-Kind-Zentren – kurz ThEKiZ - aus. Diese sind in Kindergärten angesiedelt und bieten Austausch und Angebote mit und für Familien bzw. das räumliche Umfeld der Einrichtungen. „Auch wenn die Einrichtungen im Moment geschlossen sind, so ist es wichtig, den Projekten jetzt mit der Förderung existenzielle Sicherheit zu gewähren.“, so Landrat Harald Zanker. Das Projektpersonal nutzt die Zeit, um den Eltern Tipps für die Alltagsgestaltung im häuslichen Umfeld zu geben, Angebote weiterzuentwickeln und sich selbst fortzubilden. Das ThEKiZ in Ballhausen erhielt eine Zuwendung in Höhe von 22.447,44 EUR. Dem Zentrum in der Kindertagesstätte Rosa Luxemburg am Jüdenhügel in Bad Langensalza wurden 39.999 EUR bewilligt.

Insgesamt wurden 132.850,94 EUR an die sechs Projekte in der vergangenen Woche ausgereicht.

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