Barrierefreiheit ist keine Nettigkeit sondern ein Menschenrecht

Stelle des kommunalen Behindertenbeauftragten wird weiter gefördertStelle des kommunalen Behindertenbeauftragten wird weiter gefördert
Aus dem Programm „Förderung von Kommunalen Beauftragten von Menschen mit Behinderungen bei Landkreisen und kreisfreien Städten des Freistaates Thüringen“ erhielt das Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis eine Zuwendung in Höhe von 42.124,43 EUR. Damit werden 60% der Personalkosten für die Stelle des Kommunalen Behindertenbeauftragten finanziert.

Übergeordnetes Ziel der Arbeit des Beauftragten ist die Gleichstellung und Verbesserung der Inklusion von Menschen mit Behinderung im Unstrut-Hainich-Kreis.

Die kommunalen Behindertenbeauftragten sorgen in behindertenpolitischen Fragen für den Informationsfluss zwischen allen beteiligten Einrichtungen, Ämtern, Verbänden und Einzelpersonen und sind für das Beschwerdemanagement zuständig.

Bei Neubaumaßnahmen und baulichen Veränderungen im öffentlichen Bereich haben sie in der Regel ein Anhörungsrecht, weshalb sie auch an ÖPNV- und Verkehrsplanungen, Infrastrukturmaßnahmen, Flächen-, Bau- und Entwicklungsplanung, Prüfung von Vorhabeplanungen und bei der Schaffung von Wohnraum für Menschen mit Behinderung beteiligt werden.

Im Unstrut-Hainich-Kreis wurden unter Mitwirkung des Behindertenbeauftragen, Steffen Wehner, mit Schulen, Bushaltestellen, Freibädern und Wohnhäusern bereits 46 Projekte barrierefrei gestaltet. Aktuell steht die Situation behinderter Menschen in der Corona-Pandemie im Fokus, wie zum Beispiel die Beförderung mobilitätseingeschränkter Personen zu den Corona-Impfzentren.

Laut Wehner stellt das zukünftige Schulbauprogramm eine große Herausforderung dar, denn viele unterschiedliche Interessen und Anforderungen sind unter einen Hut zu bekommen, aber ein hauptamtlicher Behindertenbeauftragter, ist auch ein Spiegelbild der Kommunalpolitik. Und da ist der Unstrut-Hainich-Kreis nach seiner Meinung auf einem guten Weg.